Aktuelles

Menschen dienen

Ein Leuchtturm der Bildung ist die Katholische Universität in Bethlehem. Sie wurde 1972 von den Lassalle-Brüdern gegründet; an ihr studieren zurzeit 3.414 Studenten (bei 409 Angestellten). Davon sind fast 30 % Christen und über 78 Prozent der Studierenden sind weiblich. „Menschen zu...

Tabor – der Berg der Verklärung Jesu

Der Berg Tabor ist ein eigentümlicher Berg. Er erhebt sich am Rande der Jesreel-Ebene. Pilgerinnen und Pilger des Heiligen Landes können von weit her diesen Berg sehen, der für uns Christinnen und Christen als Berg der Verklärung Jesu gilt. Das Evangelium vom 2....

Nachruf zum Tod von Cfr. Dr. Gerhard Müller-Alfers 
Nach längerer Krankheit verstarb am 15. Februar 2021 unser geschätzter Confrater Dr. Gerhard Müller-Alfers, Komtur mit Stern (Komturei St. Bernhard von Clairvaux, Heidelberg / Mannheim). 
1939 in Speyer geboren, wurde Cfr. Dr. Müller-Alfers am 10....

Lebendige Gemeinschaft - Geistliche Heimat - Stetige Hilfe

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist ein päpstlicher Laienorden – auch mit geistlichen Mitgliedern. Entstanden aus einer spätmittelalterlichen Pilgerbewegung übernimmt diese  Gemeinschaft katholischer Damen (Ordensdamen) und Herren (Rittern) seit 150 Jahren als päpstliche Institution unter der Leitung eines Kardinal-Großmeisters besondere Aufgaben im Heiligen Land (mit Schwerpunkt in Israel, Jordanien und Palästina): …

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Willkommen!

Liebe Besucherin, lieber Besucher, 

als Statthalter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem in Deutschland heiße ich Sie herzlich willkommen auf unserem Internetauftritt.

Ob Sie uns als interessierter Gast oder als Mitglied unseres Ordens besuchen: Ich wünsche Ihnen einen informativen Aufenthalt. Hier erfahren Sie mehr über Geschichte und Struktur dieses päpstlichen Ritterordens, über seine besondere Beziehung zum Heiligen Land und zu den heiligen Stätten wie etwa der Grabeskirche. Sie können einen Eindruck gewinnen von der Spiritualität und vom christlichen Engagement unserer geistlichen Gemeinschaft. 

Sie sehen: Es gibt viel zu entdecken. Ich wünsche Ihnen viel Freude und zahlreiche Erkenntnisse beim virtuellen Spaziergang durch unseren Internetauftritt. 

Dr. Michael Schnieders
Statthalter

Von der Pilgergemeinschaft zum päpstlichen Ritterorden

Die Verehrung des Heiligen Grabes zu Jerusalem reicht in die Zeit der frühen christlichen Jahrhunderte zurück. Das Heilige Grab war das Ziel zahlreicher Pilger, die ihr Leben riskierten, um dort dem Gekreuzigten und Auferstandenen im Gebet nahe zu sein. Die wachsende Wallfahrtsbewegung ins Heilige Land im 14. Jahrhundert ist die Wurzel des Pilgerordens der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Damals übertrug der Papst den Franziskanern die Befugnis, adeligen Pilgern den begehrten Ritterschlag am Hl. Grab in Jerusalem zu erteilen. Nach Rückkehr der Pilger in ihre Heimat bildeten diese lockere, bruderschaftsähnliche Zusammenschlüsse. Nicht belegt ist, dass der „Ordo Equestris Sancti Sepulcri“ ein strukturiertes Ordensleben hatte. Jetzt nicht mehr nur Adeligen vorbehalten, war der Ritterschlag im ausgehenden 15. Jahrhundert mit der Pflicht zur Einhaltung spezifisch religiöser Vorschriften verbunden. Mit Wiederherstellung des Lateinischen Patriarchates zu Jerusalem im Jahre 1847 wurde die Befugnis, den Ritterschlag zu erteilen, dem Lateinischen Patriarchen 1848 übertragen.

Auf Vorschlag des Patriarchen Valerga hat Papst Pius IX. durch Breve „Cum multa sapienter“ aus dem Jahre 1868 dem ‚Ordo Equestris S. Sepulcri’ eine Struktur und die Aufgabe gegeben, den „Eifer für die Verteidigung und Förderung des katholischen Glaubens im Heiligen Land in den Herzen der Menschen zu entzünden“. 1868 wird daher als Gründungsjahr des heutigen Ritterordens vom Heiligen Grab angesehen. Seit 1888 werden auch Damen in den Orden aufgenommen. Die Päpste Pius XI. (1922 - 1939) und Pius XII. (1939 - 1958) gaben dem Orden jeweils neue Statuten. Im Jahr 1932 erhielt die Gemeinschaft den Zusatz: Ritterorden vom Heiligen Grab „zu Jerusalem“. 

Mit der Approbation der Statuten durch Papst Pius XII. (1949) – auf ihnen beruht die derzeit gültige, durch Papst Paul VI. 1977 approbierte Fassung der Ordenssatzung – hat eine neue Epoche in der Geschichte des Ritterordens vom Hl. Grab zu Jerusalem begonnen. Zu den Aufgaben heißt es jetzt: Im Orden leben die ritterlichen Ideale in neuzeitlicher Form weiter im Geist des Glaubens, des Apostolates und der christlichen Caritas. Erfolgte der Ritterschlag früher unter Ausschluss der Öffentlichkeit, so wird heute die Investitur mit dem Ablegen des feierlichen Gelöbnisses in Anwesenheit der Gemeinde in der kirchlichen Öffentlichkeit vollzogen. Mit diesem Akt wird bekundet, dass der Ritterorden auch Verantwortung für unsere Gesellschaft trägt. Mit Verkündigung des Statuts (1949) wurde die Ordensleitung vom Papst einem Kardinalgroßmeister übertragen. Die 1999 vom damaligen Kardinalgroßmeister, Carlo Kardinal Furno, verfügten „Richtlinien zur Erneuerung des Ordens im Hinblick auf das 3. Jahrtausend“ vermitteln zeitgemäßes Ordensleben. Der Wahlspruch ‚Deus Lo Vult‘ (Gott will es), besagt und macht deutlich, dass wir mit Hinweis auf den Willen Gottes die im apostolischen Glaubensbekenntnis festgelegten Glaubensinhalte bekennen. 

Weltweit hat die Ordensgemeinschaft rund 30.000 Mitglieder in 58 Statthaltereien. Sitz des Ritterordens ist der Vatikan, an der Spitze mit einem vom Papst ernannten Kardinalgroßmeister und dem Präsidium des Großmeisteramtes. 

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