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Wallfahrt digital

„Übertragungszentrum“ in der Kevelaerer Beichtkapelle. Foto: Harald Gorgulla

Die Rheinisch-Westfälische Provinz des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem musste ihre diesjährige Wallfahrt nach Kevelaer am 24. April pandemiebedingt digital durchführen. „Natürlich ist es traurig, dass wir weder den Weg nach Kevelaer gemeinsam gehen noch uns alle gemeinsam in Kevelaer zum Gebet und zur gemeinsamen Begegnung versammeln können,“ schrieb Provinzpräsident Cfr. Michael Fischer in seinem Einladungsschreiben. „Wir können aber wieder auf technischem Wege so miteinander verbunden sein, dass wir der Trösterin der Betrübten von Kevelaer all unsere Anliegen vortragen können.“ Ermutig worden war die Provinzleitung zu diesem Schritt durch die guten Erfahrungen mit dem Einkehrtag 2021, der Mitte März ebenfalls digital durchgeführt wurde. Übertragen wurde der Wallfahrtsgottesdienst via Videoschaltung aus der Kevelaerer Beichtkapelle.

Damit die Ordensmitglieder, Kandidaten und Gäste die Wallfahrt geistig von Zuhause aus „mitgehen“ konnten, hatte der geistliche Zeremoniar der Provinz, Cfr. Pfarrer Michael Ortwald Texte und Gebete vorbereitet. Sie griffen das diesjährige Ordensthema „Vergesst die Gastfreundschaft nicht!“ (Hebr 13,2) auf. Auch S.E. Erzbischof Cfr. Hans-Josef Becker, Prior der Provinz, bezog sich in seiner Impulspredigt auf dieses Motto und entfaltete es anhand mehrerer Beispiele aus Kunst und Literatur. „Mit der Gastfreundschaft kehrt die Güte selber ein“, so Becker. Er verhehlte aber nicht, dass es auch ungebetene Gäste geben könne, wie aktuell besonders im Fokus stehend das Coronavirus oder mit Verweis auf Friedrich Nietzsche der Geist des Nihilismus als ein Gast, der sich immer stärker verbreite. Die Haltung eines Christen orientiere sich an Jesus Christus, der zu seinen Jüngern sagte: „Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen.“ (Mt 25,35-36)

Während der knapp einstündigen Andacht wurde auch wieder die Ordenskerze entzündet und feierlich vom geistigen Zeremoniar Cfr. Ortwald gesegnet. 
Musikalisch wurde der Gottesdienst gestaltet von Cfr. Bernhard Hermann Terschluse (Orgel) und Cfr. Theodor Baars (Gesang). Lektorin war Csr. Susanne Gorgulla. In seinem Dankeswort an alle, die organisatorisch den Gottesdienst vorbereitet und gestaltet hatten, unterstrich der Provinzprior zum Schluss des Gottesdienstes seine Hoffnung, dass im kommenden Jahr die Wallfahrt wieder in gewohnter Weise stattfinden könne.
Heribert Böller
 

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