Aktuelles aus unserem Orden

Vom Wiedersehen, Innehalten und neuen Aufbrüchen - Provinztag der Provinz Rhein-Main

(c) C. Wolf

Der neue Provinzprior Cfr. Dr. Georg Müller (c) C. Wolf

S.E. Statthalter Dr. Michael Schnieders, Provinzprior em. Prof. Dr. Christoph Müller, Provinzprior Dr. Georg Müller, Provinzpräsidentin Ricarda Schulze Dieckhoff (c) C. Wolf

Für alle Ordensmitglieder der Provinz Rhein-Main war es eine große Freude, dass mit dem Provinztag am 19. Juni 2021 endlich wieder die Gelegenheit bestand, auf Provinzebene zusammenzukommen. Zentraler Programmpunkt des weiterhin unter Corona-Vorgaben durchgeführten Provinztages war der gemeinsame Gottesdienst um 12.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Martinus in Hattersheim, an dem gut 90 Mitglieder unserer Ordensgemeinschaft teilgenommen haben. 
Dass dies ein ganz besonderer Provinztag war, zeigte sich zum einen an der großen Anzahl an Teilnehmern aus der Provinz Rhein-Main sowie in der hohen Präsenz an Vertretern der Statthalterei – Statthalter, Kanzler und Sekretär: Sie alle nahmen gerne die Möglichkeit wahr, bei der Verabschiedung des langjährigen Provinzpriors der Provinz Rhein-Main, Cfr. Msgr. Prof. Dr. Christoph Müller, und der Amtseinführung des neuen Provinzpriors, Cfr. Dr. Georg Müller, dabei zu sein. 

Gemeinsamer Gottesdienst in St. Martinus

Musikalisch wunderbar gestaltet wurde die Messe vom Jugend-Sinfonie-Orchester des Hochtaunus-Kreises und – als Sänger und Organist – Herrn Walter Langer. 
Cfr. Andreas Klee, Prior der Komturei Maximilian Kolbe, übernahm es, die Teilnehmer des Provinztages in der Kirche St. Martinus zu begrüßen. Er skizzierte zunächst die geschichtliche und soziale Entwicklung Hattersheims. Mit Blick auf die aktuellen kirchlichen Herausforderungen sensibilisierte er seine Zuhörer für die Notwendigkeit, von der Gemeinschaft her zu denken: Denn welche schmerzhafte Folgen Spaltungen und das Zerbrechen von Gemeinschaft bis in einzelne Familien hinein haben könne, sei in Hattersheim u.a. auch mit Blick auf die Arbeit der Piusbruderschaft bis heute noch spürbar. 
In seiner Predigt, ausgehend vom Tagesevangelium (Mt 6, 24-36), rief Cfr. Msgr. Prof. Dr. Christoph Müller nochmal einige Kernpunkte seines Verständnisses in Erinnerung, wie man als Ritter und Dame des Ritterordens vom Hl. Grab zu Jerusalem die Gemeinschaft tragen und den Zielen des Ordens dienen kann. Er unterstrich, dass der Ordensmantel – wie das Taufkleid – uns daran erinnern solle, dass Ursprung und Quell allen Heils und Ziel allen menschlichen Handelns das „von Christus her denken“ sein müsse. Das relativiere und helfe bei der Einordnung der eigenen Bedeutung. Denn die Mitgliedschaft im Ritterorden selbst, wie auch die Übernahme von Ämtern, sei keine Auszeichnung, sondern eine Verpflichtung. Darüber hinaus war es ihm ein Anliegen, für die über viele Jahre im Ritterorden erfahrene Gemeinschaft zu danken. Mit Blick auf das Auslaufen seines Amts als Prior der Provinz Rhein-Main merkte er mit einem Schmunzeln an, dass er es künftig „schweigen und hören werde“. 
Im Anschluss an den gemeinsamen Gottesdienst, der traditionell mit dem Ordensgebet endete, begrüßte die Provinzpräsidentin, Csr. Ricarda Schulze Dieckhoff, die Teilnehmer des Provinztages und betonte, wie wunderbar es sei, dass die Teilnahme so zahlreich sei. Mit Blick auf die Corona-Pandemie erinnerte sie daran, dass es nun zum ersten Mal in ihrer Amtszeit als Präsidentin der Provinz Rhein-Main möglich sei, wieder einen Gottesdienst der Provinz in Ordenskleidung zu feiern. 
Mit Blick auf die Investitur am 29. Mai in Speyer gratulierte sie Csr. Simone Weinmann-Mang ganz herzlich zu Ihrer Promotion zur Komturdame und Cfr. Dr. Wolfgang Simon zur Promotion zum Komtur mit Stern. Darüber hinaus gratulierte Sie Csr. Melanie Lang und Cfr. Prof. Dr. Wolfgang Appel zu Ihrer Aufnahme in den Orden und wünschte ihnen „weiterhin gute Gemeinschaft in ihrer Komturei Regina Coeli Speyer/Kaiserslautern“. 
Sie dankte sodann dem Statthalter, dass er mit seiner Frau von Münster nach Hattersheim gekommen war, um die Entpflichtung und Ernennung der Prioren zu übernehmen.
Anschließend übernahm es S.E. Cfr. Dr. Michael Schnieders, die Entpflichtung und Ernennung der Prioren mit dem Dank und den Grüßen der deutschen Statthalterei zu verbinden. 

Verabschiedung des langjährigen Provinzpriors Cfr. Prof. Dr. Christoph Müller

„Nachhaltige Erinnerungen“ an die ersten Begegnungen habe er, betonte der Statthalter, weniger mit Blick auf das Engagement von Cfr. Prof. Dr. Christoph Müller in Ausfüllung seines Amts als Provinzpriors, sondern vor allem als Geistlicher Zeremoniar der deutschen Statthalterei: Mit großer Ruhe und Besonnenheit, der Gabe für klare spirituellen Impulse und der besonderen Vorliebe, die Kandidatinnen und Kandidaten im Rahmen der Vigil gerade auch auf die Schätze und Besonderheiten der Kirchenräume zu sensibilisieren. 
Der Statthalter erinnerte daran, dass Cfr. Prof. Müller dieses wichtige Amt als Geistlicher Zeremoniar mehr als acht Jahre lang erfolgreich und engagiert ausgefüllt habe, davon – so Schnieders – zudem im Großteil in der Doppelfunktion als Provinzprior und Geistlicher Zeremoniar der Statthalterei und seinem dauerhaben Engagement in „seiner“ Komturei Fulda. Statthalter Dr. Schnieders betonte hiernach die maßgebliche Mitprägung des neuen Ordensgebetbuchs „Lauda Jerusalem Dominum“ durch Cfr. Prof. Müller. Außerdem, so Schnieders, habe Prof. Müller darüber hinaus gute zwei Jahre lang zusätzlich noch den Vorsitz in der Kommission Spiritualität übernommen: All dies belege die Erfüllung und Freude von Cfr. Prof. Müller an dieser Tätigkeit sowie „am Miteinander mit den Menschen und dem Ritterorden“.
Diesen Rückblick verband er mit einer Bitte an Cfr. Prof. Müller: Auch „künftig diese Verbundenheit und Verbindung mit der Ordensgemeinschaft zu halten und zu pflegen“: Sowohl in Richtung Komturei, Provinz und auch Statthalterei. Denn – so Schnieders: „Wir alle schätzen Dich sehr und freuen uns über Deine Anwesenheit, den Austausch mit Dir und Dein Einbringen – auch jenseits aller Amtsverantwortung.“
Hiernach verlas Cfr. Dr. Michael Schnieders die Entlassungsurkunde für Cfr. Prof. Dr. Christoph Müller und übergab sie ihm unter dem anhaltenden und dankbaren Applaus aller Teilnehmer. 

Einführung von Cfr. Dr. Georg Müller als neuen Provinzprior

Anschließend wandte der Statthalter sich an den Nachfolger im Amt des Provinzpriors, Cfr. Dr. Georg Müller. Er denke gerne an die Investitur in Speyer – die Cfr. Dr. Georg Müller als der bisherige Prior der Komturei Speyer/Kaiserslautern – engagiert begleitet und gestaltet hat. Mit Blick auf die nun auf Cfr. Dr. Georg Müller als neuen Provinzprior zukommende Aufgaben verwies er auf die in der Satzung des Ordens hinterlegten Erwartungen: „Die Unterstützung der Präsidentin bei der Provinzleitung“ sowie „das Leiten der religiösen und geistlichen Aktivitäten der Provinz“. Für seine neue Aufgabe und den damit verbundenen Möglichkeiten, Impulse zu setzen, wünschte er alles Gute und übergab ihm nach öffentlicher Verlesung – unter dem freudigen Applaus aller Anwesenden – seine Ernennungsurkunde. 
Statthalter Dr. Schnieders verband den Vollzug dieses Amtswechsels mit seinem Dank an alle derzeitiger Amtsträger in der Provinz Rhein-Main. Er bat auch um die weiterhin loyale Zusammenarbeit im Interesse der Deutschen Statthalterei, namentlich in der Sorge um das Wohlergehen der unserer besonderen Sorge anvertrauten Christen im Heiligen Land.
Anschließend wandte sich die Präsidentin, Csr. Ricarda Schulze Dieckhoff, an Cfr. Msgr. Prof. Dr. Christoph Müller und erinnerte an die vielfältigen Aufgaben, die er seit seiner Aufnahme in den Orden am 4. Oktober 1997 in Nürnberg in auf Komturei-, Provinz- und Statthaltereiebene geleistet hat: „24 Jahre im Orden und davon 17 Jahre mit teilweise bis zu drei unterschiedlichen Aufgaben in unserer Ordensgemeinschaft! Dies ist wahrlich ein Grund, Dir ganz herzlich Danke zu sagen.“ Darüber hinaus erinnerte sie daran, dass er für seine zahlreichen Pilgerreisen, die er für seine Komturei Hrabanus Maurus Fulda und die Provinz Rhein-Main organisiert und geistlich geleitet habe, mit der Goldenen Palme von Jerusalem ausgezeichnet worden sei.
Als bleibenden Ausdruck ihrer Dankbarkeit hätten die Komtureien der Provinz Rhein-Main - Pater Maximilian Kolbe Frankfurt, Hrabanus Maurus Fulda, St. Hildegard Mainz/Wiesbaden und Regina Coeli Speyer/Kaiserslautern - ihm ein Geschenk vorbereitet: Eine Holzfigur eines Christophorus, geschnitzt in seiner geliebten Heimat, der Rhön. 
Hiernach wandte sie sich dem neuen Provinzprior, Cfr. Dr. Georg Müller, zu. Sie betonte, wie sehr sie sich freue, dass er bereit sei, die Aufgabe des Priors der Provinz Rhein-Main zu übernehmen. Sie erinnerte daran, dass er am 12. Mai 2012 in München in unsere Ordensgemeinschaft aufgenommen wurde und am 23.März 2014 zum Prior der Komturei Regina Coeli /Speyer-Kaiserslautern ernannt wurde. Als „Mutmacher für das neue Amt“ überreichte sie ihm eine Flasche Wein aus dem Heiligen Land.
Cfr. Dr. Georg Müller bedankte sich für die guten Wünsche und drückte – nach einer kurzen Vorstellung, bei der er u.a. auf seinen familiären und beruflich-geistlichen Lebensweg einging – seine Freude auf die neue Aufgabe und die damit neu erwachsenden Begegnungen und Beziehungen in der Provinz Rhein Main aus.  
Den anschließenden Umtrunk im Pfarrhof nutzen alle Ordensmitglieder mit großer Freude zum gemeinsamen Austausch. Die Freude darüber, nach langen Monaten wieder einmal zusammenkommen zu können, war geradezu „mit Händen zu greifen“: Wie schön, so in Hattersheim Gemeinschaft zu erleben!
 

Cfr. Dr. Christopher Wolf

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