Aktuelles aus unserem Orden

Sieben Schulen des Lateinischen Patriarchats freuen sich über eine großzügige Spende für moderne Unterrichts-Technologie  

(c) oessh.net, C. Kimberger

(c) oessh.net, C. Kimberger

(c) oessh.net, C. Kimberger

(c) oessh.net, C. Kimberger

(c) oessh.net, C. Kimberger

„Mit der großzügigen Spende der Deutschen Statthalterei konnten für sieben Lateinische Patriarchatsschulen die so dringend benötigten Smartboards beschafft werden.“  Mitte November erhielt die Dt. Statthalterei diese Zeilen in einem Dankesschreiben des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem (LPJ). Diese neue Technologie, so LPJ-Geschäftsführer Sami El-Yousef, unterstütze die Lehrer ungemein dabei, verschiedene Lehrmethoden in ihren Unterricht einfließen zu lassen. Schüler und Lehrer würden auf diese Weise die notwendigen Fertigkeiten entwickeln, die in der technisierten Welt von heute ein Muss seien. 

Neue Technologien im Wandel der Zeit 

Durch den rasanten Wandel der neuen Technologien haben in den Schulen – auch denen des Lateinischen Patriarchats – neue Lernmethoden Einzug gehalten. Der Lernprozess in den Schulen kann mit Einsatz von Computern und smarten Technologien verbessert werden. Intelligente Projektoren und Computertechnologien bieten den Schülerinnen und Schülern einen besseren Informationszugang, motivieren sie zum Lernen und verbessern die Qualität der Arbeit in den Klassen. Insbesondere nach der Ausbreitung von Covid-19 und der Umstellung auf eine Kombination von analogen und digitalen Formaten und Methoden der Bildung, ist es für die LPJ-Schulen unerlässlich, diese neuen Technologien in das Bildungssystem zu integrieren, um mit den sich ändernden Situationen erfolgreich fertigzuwerden. 

Homeschooling 

Rund 19.000 Schülerinnen und Schüler besuchen eine der 44 Patriarchatsschulen im Heiligen Land. Die Schulen haben in den vergangenen Monaten der Pandemie gut gearbeitet; das Homeschooling funktioniert gut. Die Examensergebnisse im vergangenen Sommer beweisen das: „In diesem Jahr nahmen 256 Schüler der Schulen des Lateinischen Patriarchats aus dem Westjordanland, Jerusalem und dem Gazastreifen an den sog. Tawjihi-Prüfungen teil. 250 von ihnen waren erfolgreich. Damit haben wir eine Erfolgsquote von 98 % erreicht“, berichtet das Lateinische Patriarchat. Im Vergleich dazu, lag die Erfolgsquote für alle Schulen in den genannten Gebieten zusammen lediglich bei rd. 71 %. Die allgemeinen Sekundärprüfungen "Tawjihi" gelten als eine entscheidende Phase im Leben  palästinensischer Schülerinnen und Schüler, da sie über die Möglichkeit zur Registrierung an den verschiedenen Universitäten des Landes bestimmen, und so eine wesentliche Richtungsentscheidung für die Zukunft der jungen Menschen darstellen. 

Höchstleistungen an den Patriarchatsschulen 

Die Schule des Lateinischen Patriarchats in Jubeiha, Jordanien, erreichte in diesem Jahr sogar eine Erfolgsquote von 100 %, während die Schule des Lateinischen Patriarchats für Mädchen in Madaba und die Sekundarschule des Lateinischen Patriarchats in Fuheis jeweils Erfolgsquoten von 100 % im wissenschaftlichen Bereich erreichten. In der Knabenschule des Lateinischen Patriarchats von Madaba, erreichte ein Schüler den höchsten Notendurchschnitt (99,75). Damit ist die Schule in Madaba im Ranking die beste Schule Jordaniens. 

Einsatz für die Zukunft der Jugend 

Der Lateinische Patriarch schrieb in einem Glückwunschschreiben: "Der Erfolg von Ahmed Fayez Al-Ajaleen (Anm.: o. G. Schüler) ist eine Errungenschaft für alle Schulen des Lateinischen Patriarchats in dieser schwierigen Zeit, die Jordanien und die ganze Welt infolge der Pandemie durchmachen. Dieser Erfolg und diese wunderbare Leistung geben uns die Hoffnung und Zuversicht, uns weiterhin für die Zukunft der Jugend in diesem Land einzusetzen.“ 

Mangel an digitalen Möglichkeiten 

Als Resultat dieser Zeit des „distanzierten Lernens“ versucht man nun, die Hard- und Software in den Patriarchatsschulen zu verbessern und Lehrerkapazitäten aufzustocken. Lehrerinnen und Lehrer wurden im Umgang mit digitalen Medien weitergebildet. Das vergangene Schuljahr 2020/2021 war eine Kombination aus Online- und Präsenzunterricht. Man hofft nun, dass der Pandemieverlauf nicht wieder alles „über den Haufen wirft“ und ein kontinuierlicher Präsenzunterricht gewährleistet werden kann. Als in Zeiten des Lockdowns die Schulen geschlossen waren und Homeschooling auf der Tagesordnung stand, wurde allerdings auch beklagt, dass in den Familien oft kein Internet zur Verfügung stand bzw. dass Familien mit mehreren Kindern in Schwierigkeiten kamen, wenn nur ein PC für das Homeschooling zur Verfügung stand. Besonders in den ländlichen Regionen in Jordanien ist die Versorgung mit guten Internetverbindungen oft eine große Herausforderung. 

Geduld, Flexibilität und Beharrlichkeit  

CEO Sami El-Yousef stellt fest, dass die Pandemie alle gelehrt habe, mit Geduld, Flexibilität und Beharrlichkeit zu agieren. „Diese drei Qualitäten werden benötigt, wenn wir unseren Gemeinden und Schulen in sehr guter Art und Weise in der Zukunft dienen möchten.“ 

Dankeschön an die Gisela und Franz Josef Fieger Stiftung 

Der Dank des Lateinischen Patriarchats und auch der Deutschen Statthalterei für die großzügige Spende der sieben Smartboards gilt der gemeinnützigen Stiftung von Gisela und Franz Josef Fieger. Diese hat den erforderlichen Betrag über die Deutsche Statthalterei an das Lateinische Patriarchat weitergeleitet. 

Cornelia Kimberger, Vorsitzende der Heilig-Land-Kommission  

  

  

 

 

Cookie-Einstellungen

Wir verwenden auf www.oessh.net Cookies (z. B. Tracking- und Analytische Cookies), mit denen eine Analyse und Messung von Nutzerdaten möglich ist. Weitere Informationen finden Sie hier: