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Seit 1.700 Jahren: der Sonntag als öffentlicher Ruhetag

In diesem Jahr dürfen wir den 3. März als ein besonderes Datum begehen: Vor 1.700 Jahren, nämlich „Quinto nonas martii anno millesimo septuagesimo quarto ab Urbe condita“ (MLXXIV), also am 3. März 1074 seit der Gründung der Stadt Rom, oder im 2. Konsulat von Crispus und Constantinus oder nach unserer Zählung im Jahr 321 n. Chr., erklärte Kaiser Konstantin durch ein Edikt den Sonntag zum öffentlichen Ruhetag. Dieses Dekret trat am 3. Juli desselben Jahres in Kraft: „Alle Richter, Stadtleute und Gewerbetreibende sollen am verehrungswürdigen Tag der Sonne ruhen.“
Nach biblischer Zählung war dies der erste Tag der Woche und für die Christen der Tag der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Seitdem ist der sonntägliche Feiertag der christlichen Kirchen über alle konfessionellen Unterschiede hinweg ein Ausdruck ökumenischer Verbundenheit. Als staatlicher Feiertag ist er zugleich der wöchentliche Ruhetag, weshalb die biblische Zählung leider oft vergessen wird. 
Der siebte Tag der Woche bleibt der Sabbat-Tag (= Samstag), und nur so steht der Mittwoch in der Mitte der sieben Tage. Daran werden wir bei der katholischen Messfeier an jedem Sonntag erinnert, wenn es im Eucharistischen Hochgebet heißt: „Darum kommen wir vor dein Angesicht und feiern in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche den ersten Tag der Woche als den Tag, an dem Christus von den Toten erstanden ist.“

Cfr. Msgr. Wilm Sanders, Hamburg
 

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