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Pontifikalamt zum Papstsonntag im Hohen Dom zu Bamberg

(c) oessh.net, O. Cerza

„Der Papst will die Kirche erneuern“. Mit diesem Aufruf für eine partizipative und geschwisterliche Kirche begann S.E. Erzbischof Dr.Ludwig Schick seine Predigt zum Papstsonntag im Hohen Dom zu Bamberg. 

Die besondere Verbindung der Diözese mit dem Heiligen Vater 

Das Pontifikalamt zum Papstsonntag wurde unter Beteiligung der Komtureien St. Heinrich und Kunigunde Bamberg, sowie der Komturei Caritas-Pirckheimer Nürnberg gefeiert. 

Der Sonntag nach dem Jahrestag der Wahl des Papstes wird im Erzbistum Bamberg traditionell als Papstsonntag gefeiert, um die besondere Verbindung der Diözese mit dem Heiligen Vater zum Ausdruck zu bringen. „Wir wollen uns dabei die Bedeutung des Papstes für die katholische Weltkirche bewusstmachen, dem jeweils aktuellen Papst für seinen Einsatz danken und Fürbitte halten, dass er seine Aufgaben zum Wohl der weltweiten katholischen Kirche gut erfüllen kann“, sagte S.E. Erzbischof Dr. Ludwig Schick. Der Heilige Vater solle die Einheit der Gläubigen stärken, den apostolischen Glauben unversehrt bewahren und alle in der Freude des Evangeliums erhalten. Am 13. März 2013 wurde Kardinal Jorge Mario Bergoglio zum Papst gewählt. Am 19. März fand die feierliche Amtseinführung von Papst Franziskus statt. 

S.H. Papst Franziskus im 10. Amtsjahr und S.E. Erzbischof Dr. Ludwig Schick im 20. Amtsjahr 

Zum neunten Jahrestag der Amtseinführung von S.H. Papst Franziskus hat S.E. Erzbischof Dr. Ludwig Schick die Notwendigkeit von Reformen in der Kirche betont. Die Kirche müsse sich erneuern, denn sie sei die Kirche Jesu Christi, der sie als Instrument des Heiles für die Menschen gegründet habe. „Das muss sie bleiben!“, sagte S.E. Erzbischof Dr. Ludwig Schick am Sonntag in seiner Predigt im Bamberger Dom. „Papst Franziskus will die Kirche erneuern, die durch den Missbrauch an Kindern und Jugendlichen, durch Machtmissbrauch, Finanzskandale, Fehlentwicklungen und Reformstau das Vertrauen so vieler Menschen verloren hat“, sagte S.E. Erzbischof Dr. Ludwig Schick. 

Gemeinschaft, Teilnahme und Mission 

S.E. Erzbischof Dr. Ludwig Schick verwies dabei auf den „Synodalen Weg“ in Deutschland und den vom Papst angestoßenen weltweiten „Synodalen Prozess“. Beide könnten sich ergänzen und so zu einem Joint Venture werden. Dazu sei es notwendig, dass sie aufeinander hören und sich aufeinander einlassen. Der Papst habe in seinen Briefen an die Kirche in Deutschland seine Anliegen mit den drei Begriffen „Gemeinschaft, Teilnahme und Mission“ ausgedrückt. Die Kirche sei Gemeinschaft mit Gott und der Getauften untereinander. Alle Getauften sollten am kirchlichen Leben teilnehmen, in Familie, Beruf, Ehrenämtern und im Gemeindeleben. Sie sollten sich auch an den Entscheidungsprozessen in den Diözesen und der Weltkirche beteiligen. 

Diese Partizipation müsse von den Verantwortungsträgern auch zugelassen und eingeräumt werden. S.E. Erzbischof Dr. Ludwig Schick plädierte deshalb erneut für die Mitbestimmung der Gläubigen bei der Einsetzung und Begleitung von Pfarrern, Bischöfen, pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Verwaltungsleitungen. „Eine wirklich partizipative Kirche ist eine geschwisterliche Gemeinschaft, die auch offen und transparent ist. So werden Dunkelräume vermieden, die immer die Gefahr von Egozentrik und Missbrauch in sich bergen“, betonte S.E. Erzbischof Dr. Ludwig Schick. Die Kirche solle den guten Gott verkünden und die Botschaft Jesu den Menschen nahebringen, die Sakramente feiern und in den kirchlichen Werken, Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen etc. zum Gemeinwohl beitragen. 

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