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Ordensprovinz Norddeutschland begleitet Investiturfeier in Fulda mit Gottesdienst in Bremen

Ulrike Hülle, Margret Strake und Dr. Arnold Spallek (v. l. n. r.); (c) Andreas Weinhold-Klotzbach

 

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, um die Gemeinschaft unseres Ordens erfahrbar zu machen. Während in Fulda aufgrund der Pandemie eine vergleichsweise kleine Gruppe Teil I der diesjährigen Investiturfeierlichkeiten durchführte, hatten der Präsident der norddeutschen Ordensprovinz, Cfr. Dr. Arnold Spallek, und Provinzprior Cfr. Dr. Bernhard Stecker die norddeutschen Komtureien dazu eingeladen, in Bremen an einer Hl. Messe teilzunehmen. Auf diese Weise sollte durch Gebet und Gemeinschaft die Nähe zu den Feiernden in Fulda ausgedrückt und erfahrbar werden. 

Für die knapp 60 Teilnehmenden war es in der Tat bewegend, sich den Ordensgeschwistern auf diese Weise verbunden zu fühlen. Auch wenn in Corona-Zeiten die Art der Feier – mit Masken, Abstandhalten, offenen Kirchentüren und auf ein Minimum reduziertem Gesang – 
die gewohnte Begegnung der Ordensgeschwister untereinander deutlich erschwert: Alle Teilnehmer begegneten sich auch „auf Abstand“ herzlich und freuten sich darüber, sich zumindest in diesem Rahmen treffen zu können.

Zu diesen Erfahrungen passte der Predigttext hervorragend, der Hiobs Lebensabend in den Blick nahm. Immerhin 140 Jahre dauernd und gesegnet mit Kindern, Enkeln und erkennbarem Wohlstand, blieb Hiob dennoch das früher durchlittene Leid präsent. Prior Dr. Stecker führte aus, dass von Gott geschenkte Freude erfahrenes Leid nicht ungeschehen mache, ihm jedoch die beherrschende Macht nehme. Er ermutigte die Ordensgeschwister, die frohe Botschaft des Evangeliums zu hören und zu leben. Dabei dürfe bei aller Freude über die Investitur in Fulda, die ein starkes Zeichen der Zuversicht sei, auch die Verantwortung für die Christen im Heiligen Land nicht vergessen werden. Dementsprechend verwies er auch anstelle einer Kollekte auf den Spendenzweck der Investitur in Fulda und legte die Investiturspende den Teilnehmenden ans Herz.

Confrater Prof. Dr. Albert Baars, Leitender Komtur der Bremer Komturei Bischof Willehad, gelang es, mit seinen kraftvoll und einfühlsam intonierten Orgelklängen, in der Kirche St. Johann ein wenig von der gewohnten Festlichkeit großer Investiturfeiern aufscheinen zu lassen. Dass die Messfeier am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, stattfand, war ihm Anlass, auch Sequenzen aus der Kaiserhymne von Franz Josef Haydn in sein Schlusslied einzuweben und damit die Nationalhymne anklingen zu lassen.

Da die Einkehrtage der norddeutschen Ordensprovinz Corona-bedingt in diesem Jahr nicht stattgefunden hatten, nutzte Präsident Dr. Spallek die Gelegenheit, im Anschluss an die Hl. Messe noch eine kleine Ansprache an die Ordensgeschwister zu richten. Darin stellte er unter anderem die diesjährigen Kandidatinnen und Kandidaten namentlich vor, die in Kürze investiert würden, und die auch alle anwesend waren, und gedachte derjenigen, die aktuell in Fulda seien, um in die Ordensgemeinschaft aufgenommen zu werden. Stellvertretend für die Teilnehmenden aus allen Komtureien begrüßte er die Leitenden Komture und die Prioren. Er berichtete von der bevorstehenden Ehrung von Cfr. Lübbers aus Meppen, der mit der Bronzenen Palme von Jerusalem durch den Statthalter ausgezeichnet werden solle. Sodann sprach er der scheidenden Secretaria Ulrike Nülle für ihren neunjährigen treuen und engagierten Dienst seinen herzlichen Dank aus und überreichte ihr die Entpflichtungsurkunde. Anschließend begrüßte er ebenfalls sehr herzlich als neue Secretaria Csr. Margret Strake aus Hildesheim, die ihre Ernennungsurkunde erhielt. Als Einstandsgeschenk hatte die neue Secretaria eine Überraschung für die Teilnehmenden parat: Beim Hinausgehen durfte sich jeder eine Bienenwachskerze aus der Manufaktur von Cfr. Guizetti sowie einen Müsliriegel als Wegzehrung mitnehmen. Präsident Dr. Spallek dankte allen Anwesenden sehr herzlich für ihr Kommen und betonte, es sei ein schönes Zeichen des Zusammenhaltes. 
 

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