Aktuelles aus unserem Orden

Gelungene Investiturfeier des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem in Speyer 

(c) Bistum Speyer - Klaus Landry

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10 Frauen und 13 Männer wurden am 29. Mai 2021 im Dom zu Speyer feierlich in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem aufgenommen. Großprior S.Em. Reinhard Kardinal Marx verlieh den Männern im festlichen Gottesdienst den Ritterschlag. Allen Neuaufgenommenen wurden ihr Ordensmantel und das Ordenskreuz umgelegt. Der Begriff “Investitur” leitet sich ab von lat. “investire” = einkleiden, hier: das Ordensgewand anlegen. 

Aufgrund strikter Corona-Vorgaben fiel die Feier deutlich weniger umfangreich aus als üblich: Statt rd. 700 Personen an drei Tagen, durften nur 100 Menschen mitfeiern, und die Feierlichkeiten wurden auf zwei Gottesdienste an einem einzigen Tag reduziert. Das tat der Würde der Feier jedoch keinen Abbruch. Die neuen Ordensmitglieder zeigten sich dankbar für eine stimmungsvolle Veranstaltung, zu der auch die musikalische Untermalung im Dom beitrug. Unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori sangen die Mitglieder der Capella Spirensis; die Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub. 

Großprior Marx ging in seiner Predigt auf die jüngsten Unruhen und Gewaltausbrüche im Heiligen Land ein: Angesichts der besonderen Verbundenheit der Ordensgemeinschaft mit den dort lebenden Menschen “blutet unser Herz”, so der Kardinal. Der Ritterorden setzt sich durch finanzielle Spenden und intensives Gebet für den Frieden im Heiligen Land ein. 

Kardinal Marx führte beispielhaft zwei Persönlichkeiten an, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht hatten, Brücken zu anderen zu bauen und Versöhnung zu stiften: Aldo Moro, den früheren italienischen Premierminister, der 1978 von den Roten Brigaden entführt und gefangen gehalten wurde, und Papst Paul VI., der sich den Attentätern im Tausch als Geisel anbot. Nichts sei für Terroristen und Extremisten schlimmer, “als der Mensch, der Brücken baut”, so Marx. Gemeinsames Anliegen von Aldo Moro und Paul VI. sei es gewesen, das II. Vatikanische Konzil beherzt weiterzuführen, um kirchliche Tradition und die moderne Welt miteinander in Einklang zu bringen. 

Schon der Apostel Paulus habe vor 2000 Jahren einerseits seine jüdischen Wurzeln, und damit seine Tradition, beibehalten und sei andererseits mutig aufgebrochen, um den Völkern das Evangelium Jesu Christi zu verkünden. Auch heute gelte es in der Kirche, “Altes und Neues in einem dynamischen Prozess miteinander zu verbinden – nicht, um die Wurzeln abzuschneiden, sondern um sie zu vertiefen”, konstatierte der Kardinal. Auch heute müsse das Evangelium immer wieder neu entdeckt und erfahren werden. 

An die Kandidatinnen und Kandidaten zur Aufnahme in die Ordensgemeinschaft gewandt, wünschte sich der Großprior einen “Geist der Ritterlichkeit”, den diese in die Welt tragen sollten. Dies beinhalte, jedem Menschen “in großer Ehrfurcht und mit Respekt und Anstand” zu begegnen. 

Statthalter S.E. Dr. Michael Schnieders begrüßte die Kandidatinnen und Kandidaten für den Orden sehr herzlich und sprach der Komturei Regina Coeli Speyer seinen herzlichen Dank dafür aus, dass es ihr gelungen sei, die Investiturfeier unter unsicheren und ständig wechselnden Vorzeichen hervorragend zu organisieren. Sein besonderer Dank galt dabei dem Leitenden Komtur Dr. Christopher Wolf sowie dem Investiturbeauftragten Dr. Joachim Krekel. Zudem bedankte sich der Statthalter herzlich bei Martin Rothweiler für die Übertragung beider Gottesdienste des Tages durch den katholischen Fernsehsender EWTN. Auf diese Weise war es den zu Hause gebliebenen Ordensmitgliedern möglich, an der Investiturfeier wenigstens am Bildschirm teilzunehmen. 

Die Aufzeichnung des Gottesdienstes vom 29.05.2021 können Sie hier ansehen:

Youtube-Aufzeichnung

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