Aktuelles

Frühjahrsinvestitur des Ritterordens in Frankfurt am Main

Einzug der Kandidaten in den Bartholomäusdom zu Frankfurt (alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Thomas Sitte)

Der neue Statthaltereirat

Der Leitende Komtur der gastgebenden Komturei Pater Maximilian Kolbe, Ingo Ley, überreicht im Rahmen des Empfangs für die Kandidaten das Begrüßungsgeschenk: Einen Rosenkranz aus dem Heilgen Land, in dem ein kleines Stück der Grabeskirche eingearbeitet ist.

Die Kandidatinnen und Kandidaten der Frühjahrsinvestitur 2019 in Frankfurt/Main

Traditioneller Bestandteil der Vesper: Das Totengedenken

Promotion des Bischofs von Würzburg, S.E. Cfr. Dr. Franz Jung, sowie des neuen Bischofs von Hildesheim, S.E. Cfr. Pater Dr. Heiner Wilmer

Viele Delegationen des Ritterordens nahmen an der Investitur teil, so auch die Statthalterin der Schweiz, I.E. Csr. Donata Krethlow-Benziger, hier im Gespräch mit dem neuen Statthalter der deutschen Statthalterei, S.E. Dr. Michael Schnieders.

Ehrenstatthalter Dr. Detlef Brümmer erhielt im Rahmen der Kapitelsitzung den Dank der deutschen Statthalterei für seinen Einsatz für die Ordensgemeinschaft

Prozession zum Kaiserdom

Prozession zum Kaiserdom

Stand dem Investiturgottesdienst vor: Großprior Kardinal Marx

Impressionen vom Investiturgottesdienst im Kaiserdom

Impressionen vom Investiturgottesdienst im Kaiserdom

S.E. Dr. Schnieders dankt der Komturei Frankfurt

Impressionen vom Investiturgottesdienst im Kaiserdom

Impressionen vom Investiturgottesdienst im Kaiserdom

Impressionen vom Pontifikalamt am Sonntag mit Bischof Dr. Georg Bätzing

Impressionen vom Pontifikalamt am Sonntag mit Bischof Dr. Georg Bätzing

 „Suchet das Wohl der Stadt …; denn in Ihrem Wohl liegt euer Wohl!“

Vom 24. bis zum 26. Mai 2019 fand auf Einladung der Komturei Pater Maximilian Kolbe Frankfurt am Main die Frühjahrsinvestitur des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem statt. Etwa 670 Teilnehmer aus ganz Deutschland und Vertreter aus benachbarten Statthaltereien sowie der Ordensleitung aus Rom folgten gern dieser Einladung.

Für die 22 Kandidatinnen und Kandidaten begannen die Tage der Investitur mit der Begegnung mit dem Statthalter und den Mitgliedern des Statthaltereirats im Haus am Dom. Schon aus dem Giebelsaal, mehr noch von der Dachterrasse hatten alle Teilnehmer einen wunderbaren Blick auf die Altstadt und den Kaiserdom sowie die beeindruckende Skyline der Metropole. Die Vorfreude auf die Investitur sowie die Wiedersehensfreude nach den Kandidatentagen in Siegburg war für alle Beteiligten mit Händen zu greifen. S.E. Cfr. Dr. Michael Schnieders begrüßte als Statthalter die Kandidatinnen und Kandidaten und ihre Familien herzlich. Er lud dazu ein, nach einer langen Woche zunächst zur Ruhe und innerlich anzukommen . Sodann erinnerte an die Tage der Gemeinschaft der Kandidatinnen und Kandidaten auf dem Michaelsberg in Siegburg. Danach unterstrich er die Bedeutung der Novene, mit der sich die Gemeinschaft auf die feierlichen Tage und insbesondere die Aufnahme neuer Mitglieder in den Orden vorbereitet hat. Hiernach wandte sich S.E. Cfr. Dr. Detlef Brümmer als Ehrenstatthalter an die Anwesenden. Er betonte ebenfalls die Vorfreude auf die Neumitglieder des Ritterordens. Mit dem Aufruf „Ritter sind zum Dienen da“ ermunterte er die Kandidatinnen und Kandidaten dazu, die Freude an der Gemeinschaft des Ritterordens auch in ein spürbares Engagement einfließen zu lassen. Der Leitende Komtur der gastgebenden Komturei, Cfr. Ingo Ley, überreichte als Geschenk an die Neumitglieder je einen Rosenkranz aus dem Heiligen Land, in den ein kleines Stück der Grabeskirche eingearbeitet ist. 

Vesper, Begrüßungsabend und Vigil

Die Vesper als für alle offizielle Eröffnung fand in ökumenischer Verbundenheit in der evangelischen Dreikönigskirche statt. Offiziant war S.E. Weihbischof Dr. Thomas Löhr. Mitgestaltet wurde die Vesper von Cfr. Pfr. Andreas Klee, dem Prior der Komturei Pater Maximilian Kolbe Frankfurt. Der evangelische Pfarrer der Dreikönigsgemeinde begrüßte einleitend die Teilnehmer der Vesper herzlich. In seiner Homilie griff der Offiziant das Motto der Frühjahrsinvestitur aus dem Buch Jeremia auf.
Traditionell gehören zur Vesper am Freitagabend der Investitur eine Reihe von Riten, in denen die geistliche Dimension der Gemeinschaft des Ritterordens besonders sichtbar wird: Die Segnung der Mäntel der Kandidaten – diesmal auch die Segnung des neuen Mantels des Statthalters –, das Totengedenken sowie die Vornahme von Rangerhöhungen bei Mitgliedern, die sich besonders um die Ziele des Ordens verdient gemacht haben. Zur besonderen Freude der Gemeinschaft nahmen auch der neue Bischof von Würzburg, S.E. Cfr. Dr. Franz Jung, sowie der neue Bischof von Hildesheim, S.E. Cfr. Pater Dr. Heiner Wilmer, teil. 

Der Begrüßungsabend im Depot 1899, einem restaurierten Straßenbahndepot, bot Gelegenheit zu einem ersten persönlichen Austausch. Nach dem Tischgebet von S.E. Weihbischof Dr. Löhr schmeckten die zubereiteten Speisen besonders gut.
Die in der Deutschordenskirche gefeierte Vigilfeier gab nicht allein den Kandidatinnen und Kandidaten die Gelegenheit, bewusst in die Nacht vor der Investiturfeier zu gehen. Ihr stand Cfr. Msgr. Prof. Dr. Winfried Haunerland vor, der Geistliche Zeremoniar der deutschen Statthalterei. 

Kapitelsitzung

Im Zentrum des Samstagvormittags stand die sehr gut besuchte Kapitelsitzung. Nach einem geistlichen Impuls mit einem Hinweis darauf, dass auch in Frankfurt als Stadt des Geldes eigentlicher Schatz ihre Bewohner seien, spannte Cfr. Msgr. Prof. Dr. Haunerland den Bogen zum Ritterorden: Auch hier sei der Glaube das Zentrum, betonte er. Unter Moderation von Cfr. Giese als neuem Kanzler der Deutschen Statthalterei wurden die auf der Tagesordnung stehenden Punkte in einer knapp zweistündigen Sitzung erörtert. Der Statthalter, S.E. Cfr. Dr. Michael Schnieders, dankte namentlich seinem Vorgänger im Amt sowie der bisherigen Kanzlerin und dem aus dem Amt scheidenden Weltlichen Zeremoniar. Mit Geschenken machte er den von nachhaltigem Applaus der Anwesenden begleiteten Dank sichtbar. In seinem bewusst kurz gehaltenen Ausblick auf die kommenden Jahre der Gemeinschaft führte er aus: „Die nachhaltige Sorge um das Wohlergehen der Christen im Heiligen Land, unser eigenes Glaubensverständnis und unsere Glaubenspraxis sowie schließlich unser Leben und Wirken in Gesellschaft und Kirche werden uns besonders beschäftigen“. Besonders am Herzen liege ihm, dass wir uns als christliche Gemeinschaft in der heutigen schwierigen Zeit gegenseitig in unserem Glauben und Glaubensverständnis stützen, um so gestärkt Zeugnis in unserer Umwelt geben zu können.

Der Schatzmeister, Cfr. Peter Rauscher, gab unter Bezugnahme auf die ausführliche Darstellung in der Ordenszeitschrift (Deus lo vult aktuell) einen Überblick über die Zahlungen 2018 und das Budget 2019. In ihrem anschließenden Bericht erläuterte die Vorsitzende der Heilig-Land-Kommission, Csr. Cornelia Kimberger, die aktuelle Situation im Heiligen Land sowie die unterschiedlichen laufenden Hilfsprojekte der Deutschen Statthalterei. Abschließend gab sie einen Überblick über die geplanten Projekte. Der Kanzler machte unter anderem auf den zum 1. Juni 2019 abrufbaren überarbeiteten Internetauftritt der Deutschen Statthalterei aufmerksam. Der Präsident der Ordensstiftung (Cfr. Christoph Lammersdorf) teilte in seinem Bericht mit, dass das Stiftungskapital die Schwelle von 7 Millionen Euro Vermögen erreicht habe. Cfr. Helmut Rothlübbers, zugleich Weltlicher Zeremoniar der Statthalterei, lud als Leitender Komtur der Komturei Bischof Willehad Bremen zur Herbstinvestitur nach Bremen ein.

Investitur

Geistlicher Höhepunkt der Tage in Frankfurt war der Investiturgottesdienst im Kaiserdom. Die Ordensgemeinschaft freut sich über 22 neue Mitglieder (vier Damen, sechzehn Ritter und zwei Geistliche). Sie wurden während des feierlichen Investiturgottesdienstes durch den Großprior der Statthalterei, S.Em. Cfr. Dr. Reinhard Kardinal Marx, aufgenommen (investiert). Zuvor hatte er in seiner Predigt an die Berufung eines jeden Christen erinnert, Zeuge des Osterglaubens zu sein: "Wir haben nicht eine theoretische Wahrheit zu verkünden, keine abstrakten Gesetze, sondern die Gewissheit: Er lebt!" 

Der nachfolgende Festabend im Palmengarten bot einen ansprechenden Rahmen für den gelungenen Abschluss dieses beeindruckenden Tags. Der Statthalter würdigte in seiner Festansprache in großer Runde nochmals seinen Amtsvorgänger. Dieser erhielt begeisterten Applaus für seinen nachhaltigen Einsatz. Ein besonderer Dank galt der ausrichtenden Komturei Pater Maximilian Kolbe Frankfurt. Das Grußwort von Vize-Generalgouverneur, S.E. Cfr. Jean-Pierre de Glutz-Ruchti (Lausanne) bildete einen weiteren Höhepunkt des Abends. Neben aufrichtigem Dank für alles Engagement der deutschen Ordensgemeinschaft hieß er insbesondere die Neuinvestierten herzlich willkommen im Orden. Abschließend bat er die Deutsche Statthalterei, in ihrem Einsatz für die Christen im Heiligen Land nicht nachzulassen. In freier Rede sprach Cfr. Dr. Freiling als Neuinvestierter in deren Namen seinen Dank aus.

Pontifikalamt und Ausklang

Allen Teilnehmenden bot das sonntägliche Pontifikalamt Gelegenheit zum Dank. S.E. Dr. Georg Bätzing, der Bischof von Limburg, stand diesem in Konzelebration mit dem Großprior gehaltenen Amt vor. Der Bischof dankte den Ordensmitgliedern für ihr Engagement für das Heilige Land und betonte die zentrale Bedeutung, die Jerusalem für unseren Glauben und den Glauben anderer Religionen habe. In seiner Predigt wies er auf zentrale Aussagen der Osterbotschaft hin. 

Familiären Ausklang und Schlusspunkt der Investitur in Frankfurt bildete der Mittagsimbiss im Caritas-Zentrum in der Nähe des Mains. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich bei strahlendem Sonnenschein für die Rückreise zu stärken und (das Geistliche Leitwort der Statthalterei für das Jahr 2019 aufgreifend) „über das miteinander zu sprechen, was sich ereignet hatte“. Auf dieser Grundlage richtet sich die Vorfreude auf die kommende Investitur in Bremen – einer Region, die nicht zuletzt mit Blick auf ihre Eigenschaft als Diaspora ein deutliches Glaubenszeichen verdient hat.
Danke, Frankfurt, für ein beachtenswertes Zeichen der Glaubensgemeinschaft!
 

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