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Einheit in Vielfalt: Komturei Regina Coeli feiert Wechsel im Amt des Priors mit Cfr. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann 

Cfr. Dr. Bischof Wiesemann (c) oessh.net, C. Wolf

Cfr. Dr. Bischof Wiesemann (c) oessh.net, C. Wolf

Cfr. Dr. Bischof Wiesemann, Cfr. Dr. Georg Müller, Cfr. PD Dr. Joachim Reger (c) oessh.net, C. Wolf

Am 12. November 2021, dem Gedenktag des Märtyrers Bischof Josaphat, feierte die Komturei Regina Coeli Speyer/Kaiserslautern den Wechsel im Amt ihres Priors. Nach sieben Jahren hatte Cfr. Dr. Georg Müller dieses Amt abgegeben, um die Aufgaben des Priors der Provinz Rhein-Main des Ritterordens vom Heiligen Granb zu Jerusalem wahrzunehmen. Sein Nachfolger in der Aufgabe des Komturei-Priors ist Cfr. Dr. Joachim Reger.  

Nachdem der Stabwechsel formell bereits im Sommer durch Verlesung der entsprechenden Ernennungs- und Entlassungsurkunden im Rahmen des Provinztags in Hattersheim vollzogen worden war (vgl. dazu auch die frühere Berichterstattung), stand beim Konveniat am 12.11. der Blick auf die Komtureiebene im Mittelpunkt: sowohl auf das von Cfr. Dr. Müller Geleistete als auch im Ausblick auf die anstehende neue Aufgabe von Cfr. Dr. Reger.  

Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Wiesemann – Denken und Leben von der Einheit her 

Ein Zeichen der Verbundenheit und Wertschätzung setzte Cfr. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, der mit den Mitgliedern seiner Komturei die Eucharistiefeier in der Seminarkirche St. German des Priesterseminars feierte.  

In seiner Predigt erinnerte Bischof Wiesemann an das große Zeugnis, das der Hl. Josaphat, Bischof von Polozok, für die Einheit der Christen gesetzt habe: Durch sein Werben für die Union mit der römischen Kirche machte er sich Feinde bei den Orthodoxen und wurde verhasst. Schließlich wurde er 1623 von fanatisierten Schismatikern grausam ums Leben gebracht. Dieses Denken und Leben von der Einheit her, klang in der Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser an („Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“ bzw. „So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen“), dann auch im Johannes-Evangelium („Alle sollen eins sein“). Und schließlich bildete es den Kern der Predigt des Bischofs. Er verwies darauf, dass das Urbild der Einheit der Kirche Gott selbst sei: einig und dabei doch dreifaltig. Diese Einheit habe Gott durch die Menschwerdung seines Sohnes Jesus Christus zu uns Menschen ausgedehnt und ausgespannt: „bis zur Zerreißprobe am Kreuz“, betonte Bischof Wiesemann. So seien weder Gott noch seine Kirche statisch: Im Gegenteil sei das Heilsgeschehen bis heute dynamisch, so Wiesemann. „Die ganze Heilsgeschichte, die ganze Menschheitsgeschichte ist ein Zeugnis dafür“, betonte der Bischof. Die Einheit, die auch in unseren Tagen gewirkt werde durch den Heiligen Geist, gebe uns die Gewissheit, dass wir „Abenteuer wagen können“. Dazu sei es aber notwendig, dass „wir Christen in die Welt hören“. So verstanden und vom Geist begleitet, könne eben auch die Einheit nicht statisch verstanden werden. Auch sie müsse in diesem Sinne „errungen werden“ und sei „eine Gnade, die nicht gemacht werden“ könne. Wir Christen seien daher - heute wie auch in der Vergangenheit - aufgerufen, den Fragen der Zeit nicht auszuweichen. Die Einheit der Kirche sei somit „auch kein Idyll“; vielmehr gelte es, den Dialog zu führen und aufeinander zuzugehen. „Dabei dürfen wir auf die Weite des Geistes vertrauen“. So könne aus dem belebenden Spannungsverhältnis zwischen einer positiven Leidenschaft für die Kirche und einer klugen Haltung „der Demut der Kinder Gottes“ Einheit gelebt und geistliches Leben gefunden werden.   

Konveniat im Priesterseminar St. German 

Bei dem nachfolgenden Konveniat, das Corona-bedingt – genau wie die Messe zuvor – im „3G-Format“ stattfand, begrüßte im Rahmen eines kleinen Sektempfangs der Leitende Komtur, Cfr. Dr. Christopher Wolf, die Teilnehmer: „Die letzten Monate waren für unsere Gemeinschaft besonders. Umso größer ist die Freude in unserer Komturei, dass wir zu diesem Konveniat zusammenkommen und Gemeinschaft – vor allem auch wieder mit unserem Bischof – in der Geborgenheit des Ordens erleben können.“ Wolf erinnerte daran, dass Cfr. Dr. Georg Müller im Mai 2012 in München in den Ritterorden aufgenommen wurde. Von März 2014 bis Ende Juni 2021 habe er das Amt des Komutrei-Priors wahrgenommen und ausgefüllt. Wolf unterstrich, dass Müller in Anerkennung seiner Verdienste um die Gemeinschaft des Ordens im Herbst 2020 in Fulda zum Komtur befördert worden sei. Abschluss und Höhepunkt seiner Amtszeit als Prior seien die spirituelle und praktische Vorbereitung sowie die Begleitung der Investitur am 29. Mai 2021 in Speyer gewesen. Wolf erinnerte daran, dass das von ihm ausgesuchte Motto „Geborgen im Zelt des Königs“ – ein Zitat der Hl. Edith Stein über das Geheimnis der Eucharistie – bis heute bei vielen Teilnehmern der Investitur nachklinge.  

Mit Blick auf Cfr. Dr. Joachim Reger, rief Cfr. Dr. Wolf in Erinnerung, dass dieser bei der Herbstinvestitur 2014 in Freiburg in den Ritterorden aufgenommen worden sei und nun seit dem 1. Juli 2021 die Aufgabe des Priors übernommen habe. Die geistlichen Impulse, theologischen Vorträge und Predigten, die Cfr. Dr. Reger in den vergangenen Monaten in die Komturei gegeben habe, seien immer mit höchstem Interesse aufgenommen worden, so Wolf. „Es ist schon jetzt spürbar, dass Confrater Reger die Aufgabe der geistlichen Begleitung und Führung unserer Komturei mit Energie und Erfolg wahrnehmen wird.“ Dass er dabei auch außerhalb der eigenen Komturei wahrgenommen werde, zeige sich u. a. daran, dass seine Vorträge schon in das Jahrbuch des Ritterordens aufgenommen worden seien, betonte Wolf. 

Präsidentin Schulze Dieckhoff erinnert an die Christen im Hl. Land 

Im Anschluss überbrachte die Präsidentin der Provinz Rhein-Main des Ritterordens vom Hl. Grab zu Jerusalem, Csr. Ricarda Schulze Dieckhoff, die besten Grüße von dieser Ebene. Sie dankte Cfr. Dr. Georg Müller für seine siebenjährige Tätigkeit als Prior „seiner Komturei Speyer/Kaiserslautern“. Hiernach betonte sie, dass sie ihn in seinem neuen Amt als Prior der Provinz schon jetzt sehr zu schätzen gelernt habe und sich darauf freue, mit ihm gemeinsam auch zukünftig die Provinz Rhein-Main leiten zu dürfen. „Ich baue auf Deine spirituellen Impulse, die wir als Christen in der momentanen Weltsituation mehr denn je benötigen“, betonte Präsidentin Schulze Dieckhoff. Anschließend dankte sie Cfr. Dr. Joachim Reger sehr für seine Bereitschaft, das Amt des Komturei-Priors zu übernehmen. Sie wünschte ihm in seinem neuen Amt in unserer Ordensgemeinschaft „sehr viel Freude“. 

Präsidentin Schulze Dieckhoff schloss ihr Grußwort mit dem Blick in die Heimat des christlichen Glaubens und die hierauf ausgerichteten Aufgaben der Gemeinschaft des päpstlichen Ritterordens vom Hl. Grab: „Die Sorge für die Christen im Heiligen Land ist und bleibt das wichtigste Ziel unserer Ordensgemeinschaft.“ Mit Blick auf das anstehende traditionelle Adventsopfer bat sie abschließend: „Bedenken Sie unsere Mitchristen im Heiligen Land im Gebet, in Ihrem besonderen Opfer und hoffentlich auch bald wieder im Besuch.“ 

Cfr. Dr. Christopher Wolf, Leitender Komtur Regina Coeli, Speyer / Kaiserlautern 

 

 

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