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Die Deutsche Statthalterei trauert um S.E. Cfr. Bischof em. Dr. Anton Schlembach 

S.E. Cfr. Bischof em. Dr. Anton Schlembach (c) Klaus Landry, Bistum Speyer

Früherer Bischof von Speyer und langjähriger Großprior der Deutschen Statthalterei des Ritterordens vom Hl. Grab verstorben
Die Deutsche Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem trauert um ihr langjähriges Ordensmitglied S.E. Cfr. Bischof em. Dr. Anton Schlembach. Er ist am 15. Juni 2020 mit 88 Jahren in Speyer verstorben.
Traurig und betroffen hat der Statthalter der Deutschen Statthalterei, Cfr. Dr. Michael Schnieders, auf den Tod des früheren Großpriors der Deutschen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem reagiert. 
„Mit dem Tod von Bischof Schlembach geht ein fürsorglicher Hirte, geschätzter Seelsorger und überzeugter Grabesritter von uns. Bischof Schlembach bekannte jederzeit seinen Glauben und setzte sich jahrzehntelang für Gesellschaft und Kirche ein, insbesondere als Bischof von Speyer. Als Mitglied des Ritterordens galt seine besondere Aufmerksamkeit der Unterstützung der Christen im Heiligen Land“, so Schnieders. 
Bischof em. Dr. Anton Schlembach wirkte zwischen 1983 und 2007 als 95. Bischof von Speyer.
In der Deutschen Bischofskonferenz war Bischof Schlembach anfangs Mitglied der "Publizistischen Kommission" und der "Ökumene-Kommission", später der "Kommission Weltkirche", deren Unterkommission für Missionsfragen er leitete, und der "Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen", deren stellvertretender Vorsitzender er zehn Jahre lang war. 
In seinem Bistum Speyer engagierte er sich für die Sanierung des Speyerer Domes, der zum Weltkulturerbe zählt. Er war zudem einer der Initiatoren für die Seligsprechung (1987) und Heiligsprechung (1998) von Edith Stein durch Papst Johannes Paul II. Zu seinen wesentlichen Verdiensten gehört auch sein Einsatz für die Seligsprechung (2006) des Speyerer Diözesanpriesters Paul Josef Nardini, Sozialreform und Gründer des Ordens der Mallersdorfer Schwestern, durch Papst Benedikt XVI.
Ein „Jahrtausendereignis“ während seiner Zeit als Bischof von Speyer war der Besuch von Papst Johannes Paul II. im Rahmen seines zweiten Deutschlandbesuches in Speyer am 4. Mai 1987, der auf Einladung von Bischof Schlembach in die Kaiserstadt kam.
1997 erhielt Bischof Schlembach von Ministerpräsident Kurt Beck das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Nach Vollendung des 75. Lebensjahres am 7. Februar 2007 wurde er mit einem Pontifikalamt im Speyerer Dom aus dem Amt des Diözesanbischofs verabschiedet. 
Die Deutsche Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist Bischof Schlembach zu tiefem und weit über seinen Tod hinausreichenden Dank verpflichtet. 
Für die Ordensgemeinschaft des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem setzte Bischof Schlembach sich seit seiner Investitur im Mai 1985 im Regensburger Dom durch Franz Kardinal Hengsbach, den damaligen Großprior der Deutschen Statthalterei, tatkräftig ein. 1986 übernahm er die Aufgabe des Priors der Provinz Rhein-Main der Deutschen Statthalterei. Mit zahlreichen Initiativen setze er sich für die Entwicklung der Gemeinschaft des Ritterordens und die Förderung der Ordensziele – der Unterstützung der Christen im Heiligen Land – ein. Hierzu gehörte auch die Förderung der Gründung neuer Komtureien, wie beispielsweise der Komturei Regina Coeli Speyer/Kaiserslautern, die im Jahr 1989 gegründet wurde. 
Der Einsatz für die Christen im Heiligen Land, der enge Austausch sowie das gemeinsame Gebet waren zentrale Punkte seines Engagements bei den Grabesrittern. Dies zeigte sich exemplarisch bei seinen persönlichen Impulsen u.a. im Rahmen der Einkehr- und Provinztage im Schloss Kleinheubach.
Von 1991 bis 2006 war Bischof Schlembach Großprior der Deutschen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Auch hier pflegte er die geistliche Gemeinschaft und ihr Zusammenwachsen. Vor allem der persönliche Kontakt zu den Ordensmitgliedern während der Investituren lag ihm am Herzen. Die Investituren waren fester und unverrückbarer Bestandteil in seinem bischöflichen Kalender. Zentraler Ort für die regelmäßige Begegnung mit den Consorores und Confratres des Ritterordens waren für ihn neben den Investiturgottesdiensten vor allen die Kapitelsitzungen, bei denen über die Situation und Weiterentwicklung des Ritterordens beraten wurde. Schlembach hat treu immer wieder das Heilige Land besucht. 
In Anerkennung seines langjährigen und tatkräftigen Einsatzes für die Gemeinschaft des Ritterordens und für die Erreichung der Ziele des Ordens wurde er zum Komtur mit Stern des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem befördert.
Die Deutsche Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Sie ist mit den Gläubigen des Bistums Speyer in Trauer und im fürbittenden Gebot verbunden. 

Ansprechpartner für weitere Auskünfte:
Dr. Christopher Wolf | christopher.wolf@oessh.net
 

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