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Der neue Aufzug in Emmaus Qubeibeh

(c) oessh.net

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In der Karwoche reisten Kanzler Cfr. Ferdinand Giese mit seiner Frau Friederike Giese, sowie die Vorsitzende der Heilig-Land-Kommission Csr. Cornelia Kimberger mit ihrem Mann Cfr. Johannes Kimberger ins Heilige Land. Dort trafen sie in Emmaus Qubeibeh, einem Dorf das 12 Kilometer von Jerusalem entfernt liegt und rund herum mit Checkpoints abgesichert ist, Schwester Hildegard, um die Fertigstellung des neuen Aufzuges in Augenschein zu nehmen.

 

„Endlich ist er da, der Aufzug!“ verkündet Schwester Hildegard beim Eintreffen der Gruppe. „Sie müssen nachher gleich einmal damit fahren“, so die Salvatorinerin. „Wie sind wir froh! Nun müssen wir keine schweren Lasten mehr in den ersten Stock schleppen. Auch unsere betagten und behinderten Frauen, die doch so gerne in unserem wunderschönen Garten etwas an der frischen Luft sein möchten, freuen sich riesig.“ Die Reiseteilnehmer erleben eine fröhliche, erleichterte Schwester Hildegard. Alle Bewohnerinnen des Hauses, samt den zehn Mitschwestern, den 25 Angestellten und den Volontärinnen waren am COVID-19 Virus erkrankt und durchlebten eine schwere Coronazeit. Aufgrund der nur provisorisch durchgeführten Reparatur des Aufzuges war die Ungewissheit groß. So fiel eine große Last von den Schwestern, den Angestellten und den Bewohnerinnen ab, als der neue Aufzug fertig gestellt war und in Betrieb ging.

Pflege in Coronazeiten

Schwester Hildegard ist sich jederzeit von Herzen sehr sicher, dass der Liebe Gott ihnen im Haus immerzu Hilfe und Unterstützung bringt. „Keine Frau musste, als sie an COVID-19 erkrankt war, ins Krankenhaus. Bei uns geht es ihnen besser als dort.“ So wurden alle gepflegt und rund um die Uhr fürsorglich betreut. Keine der Frauen musste sterben. Der langersehnte neue Aufzug ist ein Segen für alle.

Unterstützung von ganz oben

Schwester Hildegard betont im Gespräch immer wieder, wie reich sie alle beschenkt werden. „Es ist ein Geschenk, hier leben zu dürfen!“ und so mache sie sich gar nicht so viele Sorgen, denn „immerzu waren es wunderbare Fügungen, die unserem Haus Emmaus und unserer angeschlossenen Krankenpflegeschule weiterhalfen.“

Einrichtung für Frauen

Zurzeit leben 36 Frauen im Haus, welches eigentlich nur 28 Betten hat. „Wir Schwestern haben unsere Zimmer frei gemacht, damit wir alle, die uns brauchen, unterbekommen“, so Schwester Hildegard. Während der Pandemiezeit schlossen viele Altenheime, so dass einige der alten Menschen in Emmaus Qubeibeh unterkamen.

Krankenpflegeschule

Wie schon auf der Ordenshomepage berichtet, hat Schwester Hildegard, zusammen mit der Bethlehem-Universität, 2008 eine Krankenpflegeschule errichtet. Dort werden qualifizierte Pflegekräfte – Frauen und Männer – ausgebildet. „Unsere Studenten sind zu 93% fest angestellt. Die ersten Student*innen sind bereits Dozent*innen, viele von ihnen in gehobenen Stellungen, sogar in Israel. Das ist einzigartig in Palästina.“, berichtet Sr. Hildegard stolz.

Fahrt im Aufzug

Der Aufzug kann direkt vom Garten aus erreicht werden. Nach einer langen Transportreise und Verzollung konnte der Aufzug Ende März eingebaut werden. Nach einer Fahrt in den ersten Stock können einige Frauen begrüßt werden, die gerade von Pflegekräften im Speisesaal ihr Abendbrot serviert bekommen. Manch eine Frau muss dabei gefüttert werden. Sie freuen sich über den Besuch und winken der Gruppe zu.

Sponsoren für den Aufzug

Schwester Hildegard konnte für das „Aufzugs-Projekt“ erneut viele Sponsoren gewinnen, die den 132.500 Euro teuren Aufzug ermöglichten. Allein das Land Oberösterreich, woher sie ursprünglich stammt, gab dafür 40.000 Euro. Unter anderem kam auch Unterstützung von der „Heilig Land Stiftung“ des Deutschen Verein vom Heiligen Lande, auf dessen Gelände die Behinderten- und Alteneinrichtung für Frauen sowie die angeschlossene Pflegefachschule steht.

Dank an die Dt. Statthalterei

Überschwänglich bedankt sich die Ordensschwester nochmals für die Unterstützung in Höhe von 30.000 Euro bei der Deutschen Statthalterei. „Bitte richten Sie allen Damen und Rittern unseren Dank aus!“, so die Salvatorianerin.

Cornelia Kimberger, Vorsitzende der Heilig - Land - Kommission

 

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