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Caroli praesentia - der Vizegeneralgouverneur besucht das Pontifikalamt im Aachener Dom

Caroli praesentia- der Karlsschrein in der Chorhalle des Aachener Domes Foto: F Giese

Ordensgeschwisterliche Verbundenheit : Aachen-Lausanne-Rom Foto: F. Giese

Die Verehrung Kaiser Karls des Großen als Heiligen ist eine Besonderheit in einigen Bistümern und Städten- das Karlsfest am Ort seines Grabes und in seiner Pfalzkapelle ist eine von besonderer Festlichkeit und mittelalterlicher Katholizität geprägte Feier. Die Komturei St Carolus Magnus feierte ihr Patronatsfest in Mitten hunderter Gläubiger im Rahmen eines Pontifikalamtes, welches in diesem Jahr durch den Erzbischof von Reims, S.E. Eric de Moulins-Beaufort zelebriert wurde. 25 Damen und Ritter nahmen nach der feierlichen Prozession in der Chorhalle an diesem Gottesdienst teil, unter diesen der Vizegeneralgouverneur des Ordens, S.E. Jean Pierre de Glutz-Ruchti, die Statthalterin der Schweiz, I.E. Dr. Donatha Krethlow-Benziger, der deutsche Statthalter, S.E. Dr. Michael Schnieders und der Kanzler der Deutschen Statthalterei, Ferdinand Giese.
Der Gottesdienst wurde wie seit 1200 Jahren vom Aachener Domchor, der cappela carolina, gestaltet. Zwei musikalische Stücke sind zum Karlsfest besonders hervorzuheben: Die gregorianische Sequenz zum Alleluja “Urbs aquensis, urbs regalis”, die eine Hymne auf Karl den Großen und die Stadt Aachen darstellt und die Kaiserlaudes. Letztere wurde seit dem Frühmittelalter bei den Königskrönungen gesungen, die bis 1531 in Aachen stattfanden. Diese Karlssequenz ist den Teilnehmern der Frankfurter Investitur 2019 noch im Ohr – als Abwandlung für die Frankfurter Krönungen. 
Die Caroli praesentia-die spirituelle Anwesenheit des Heiligen in der Mitte der Gläubigen- wurde neben seinen Gebeinen im Karlsschrein in der Chorhalle auch durch das Armreliquiar in Form einer goldenen Schwurhand verdeutlicht, das im Oktogon aufgestellt worden war. Dieses war ein Geschenk König Ludwigs XI. von Frankreich aus dem Jahr 1481 – ein schönes Beispiel eines “sprechenden Reliquiares” – das auf den Inhalt, die Unterarmknochen des Heiligen, hinweist und bei festlichen Hochämtern auf den Altar gestellt wurde und die Verbindung zwischen dem französischen und deutschen Karlskult des Mittelalters zeigt.
In seiner Predigt betonte der Erzbischof die enge Verbindung zwischen den Krönungs- und Partnerstädten Aachen und Reims: „Aachen ist für Deutsche und Franzosen der symbolische Ort, wo sich beide Länder versöhnen.“ Der Erzbischof leitete her, wie Macht sich legitimiere. Karl der Große, sei gewalttätig und mächtig in seinem Regierungsverständnis gewesen, „aber als christlicher König hat er akzeptiert, nur im Auftrag einer größeren und höheren Macht zu handeln, um die Menschen frei zu machen“.
Nach dem festlichen Auszug, bei dem der ganze Hohe Dom mit voller Inbrunst in die als Kirchenlied vertonte Hymne der Stadt „Urbs aquensis, urbs regalis“ einstimmte, trafen sich die Ordensgeschwister zum herzlichen Austausch, gutem Essen und beseelt von einer würdigen und klangvollen Feier und verweilten bis in den Nachmittag. Der Ltd. Komtur der Komturei St. Carolus Magnus, Rainald Rambo, betonte die große Ehre, die der Komturei durch den Besuch der Ehrengäste zu Teil geworden sei. Die herzliche Antwort des Vizegeneralgouverneurs, in der er auch persönliche Grüße des neuen Kardinalgroßmeisters, S.Em. Kardinal Filoni überbrachte, schloss diesen feierlichen Tag.
 

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