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Bremer Komturei Bischof Willehad absolviert erstes Online-Komtureitreffen 

Die Corona-Krise schränkt das gewohnte Komtureileben derzeit massiv ein; sie kann eine Komturei aber auch dazu anspornen, neue Wege der Begegnung zu finden, mit deren Hilfe die Übergangszeit bis zu erneuten persönlichen Treffen dennoch als Zeit der Gemeinschaft und ordensgeschwisterlichen Solidarität erfahrbar wird.

Die deutsche Statthalterei bietet den Komtureien über den Kanzler Microsoft Teams zur Ausrichtung von Videokonferenzen an. Der Statthaltereirat weist darauf hin, dass für den Austausch personenbezogener Ordensinformationen, wie Aufnahmen oder Promotionen, Microsoft Teams zu nutzen ist. Bei Fragen steht unser Datenschutzbeauftragter Cfr. Dr. Stefan Drewes per Email zur Verfügung. 

Der Leitende Komtur der Bremer Komturei Bischof Willehad, Cfr. Prof. Dr. Albert Baars, hatte für den 17. Mai 2020 erstmals zu einer österlichen Andacht via Zoom eingeladen. Ihr war ein Techniktest für diejenigen vorausgegangen, die mit Zoom noch keine Erfahrung hatten. Auf diese Weise fanden sich am Sonntagnachmittag 16 Komtureimitglieder und ein Gast in der Video-Konferenz ein und feierten zunächst gemeinsam eine Andacht, die Prior Propst Dr. Stecker anleitete. Verschiedene Komtureimitglieder hatten Lesungen übernommen, so dass im Wechsel vorgebetet werden konnte. Zudem hatten alle ihr Gotteslob zur Hand und sangen jeweils in den eigenen vier Wänden zum Klang der Orgelmusik, die Cfr. Baars einspielte. Die Stücke hatte er vorher eigens zu diesem Anlass in der Kirche aufgenommen. 

Im Zentrum der Andacht stand ein Bild, das Prior Dr. Stecker während der Pilgerreise der Komturei auf dem Berg Nebo in Jordanien aufgenommen hatte. In abstrahierter Form zeigte es Mose und die eherne Schlange; im Hintergrund erstreckte sich das Heilige Land aus der Perspektive des Mose. Die meditative Betrachtung des Bildes war über den geteilten Bildschirm sehr gut möglich, die Resonanz aller Beteiligten entsprechend positiv.

Im Anschluss an die österliche Andacht blieben die Komtureimitglieder noch gemütlich bei einem Getränk beisammen und reflektierten diese für sie neue Erfahrung. Einhellige Auffassung war, dass ein Zoom-Treffen zwar keinesfalls die persönliche Begegnung ersetzen könne, dass es aber in Zeiten von Kontaktsperren, Hygieneauflagen und Reisebeschränkungen deutlich besser sei, als sich überhaupt nicht zu treffen. Gegenüber einem Beisammensein mit verordneten Mindestabständen und Schutzmasken biete das Treffen per Zoom zudem den Vorteil, dass man jederzeit alle Anwesenden im Blick habe, Augenkontakt herstellen und sich im gemütlichen Teil dann auch mit allen gemeinsam austauschen könne. Der Austausch lasse sich auf diese Weise womöglich sogar intensiver gestalten als an einem Tisch, an dem jeweils höchstens vier Personen miteinander ins Gespräch kommen könnten.

Der teilnehmende Gast spiegelte der Komturei, dass ihm ohne Zoom eine Teilnahme an diesem Tag nicht möglich gewesen wäre und dass es ihn daher gefreut habe, auf diese Weise aktiv am Komtureileben teilzunehmen. Für die räumlich sehr ausgedehnte Komturei mit Mitgliedern in Bremen, Hamburg, Lüneburg, Berlin und München, bietet ein solches Zoom-Treffen durchaus die Chance, häufiger und intensiver miteinander in Kontakt zu kommen, als dies sonst der Fall wäre. Dies zeigte auch die Teilnehmerzahl, die nicht hinter einem regulären Treffen zurückstand. Dennoch waren sich die Komtureimitglieder einig, dass man denjenigen noch Hilfestellung geben müsse, denen ein solches Format nicht behagte bzw. die ggf. wegen mangelnder technischer technischer Ausstattung nicht teilnehmen konnten. Hybrid-Formate, welche die persönliche (leibhaftige) Begegnung mit den Vorteilen einer Video-Konferenz verbinden, könnten zumindest für die kommenden Monate eine echte Option für die Komtureien sein, um den Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten zu festigen und zu vertiefen.

 
Abb. 1: „Lebendige Steine“ – fröhliche Komtureimitglieder bei ihrem ersten Zoom-Treffen
 

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