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Beten - Lieben - Teilen - 50 Jahre Komturei Sankt Martin Bonn auf dem gemeinsamen Weg im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem 

Mit Gottes Gnade hat die Komturei Sankt Martin Bonn im Jahr 2021 fünf Jahrzehnte ihres Bestehens im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem vollendet. Dies nahm die Komturei am Barbaratag, dem 04.12.2021, zum Anlass, im Rahmen einer Heiligen Messe Gott, den Herrn, zu loben und ihm für seinen Beistand zu danken. Das adventliche Pontifikalamt fand im Hochchor der Bonner Münsterbasilika statt, die nach langer Restaurierungszeit wiedereröffnet worden war.  

Der Feier mit 70 teilnehmenden Personen stand S.Em. Cfr. Bischof Dr. Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim vor. Konzelebranten waren Cfr. Monsignore Anno Burghof und Cfr. Dr. Bruno Kurth. Mit großer Freude erfüllte die Bonner Komtureifamilie, dass zu den Gästen insbesondere der Statthalter der Deutschen Statthalterei, S.E. Cfr. Dr. Michael Schnieders, der Präsident der Provinz Rheinland-Westfalen, Cfr. Michael Fischer, und der ehemalige Präsident der Provinz, Cfr. Hans-Dieter Voß, zählten, die an diesem Adventssamstag den Weg nach Bonn zum gemeinsamen Gebet gefunden hatten.  

Gedanken zum Heiligen Martin 

Durch die Schrifttexte und die Liedauswahl lenkten sich die Gedanken der Betenden auf das Heilige Land, auf den Berg Zion und die nahende Ankunft des Herrn. Bischof Heiner Wilmer bezog sich in seiner beeindruckenden Predigt auf den Heiligen Martin – Namenspatron sowohl der Bonner Münsterpfarre als auch der Bonner Komturei. Er habe sich nicht nur durch seine Barmherzigkeit ausgezeichnet, sondern besonders auch durch seine intensive Sorge um das Seelenheil der Menschen. Dieses könne nicht durch falsche menschliche Idole erlangt werden, sondern nur durch die Annahme des erlösenden Wortes Gottes, das uns durch seinen Sohn Jesus geoffenbart worden sei. Unterstützt wurde der Gottesdienst durch die Musica Sacra am Bonner Münster – ein Bläserquartett und die Münsterschola – sowie durch die der Komturei seit vielen Jahren sehr verbundene Kantorin Sylvia Dörnemann. 

Die “Bonner” - treu und zuverlässig 

Da wegen der Corona-Pandemie das geplante gemeinsame Mittagessen und der Festakt leider kurzfristig ausfallen mussten, richteten die Ehrengäste nach dem Gottesdienst noch im Hochchor das Wort an die Anwesenden. Cfr. Dr. Schnieders gratulierte der Komturei Sankt Martin zu dem halben Jahrhundert ihres Bestehens und betonte die enge und besonders herzliche Beziehung der Komturei nicht nur zu ihm als dem aktuellen Statthalter, sondern besonders ihre stetige Treue zu den Aufgaben des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem sowie zur Deutschen Statthalterei, für die sie unter anderem zwei Investiturfeiern ausgerichtet habe. Er erlebe die Komturei als eine lebendige und aktive Gemeinschaft und erbitte für ihre weitere Zukunft von Herzen Gottes Segen. Cfr. Fischer überbrachte die Glück- und Segenswünsche der Ordensprovinz Rheinland-Westfalen. Er bedankte sich für die besonders zuverlässige und zahlreiche Teilnahme der „Bonner“ an den Veranstaltungen der Provinz. Ihn selbst verbinde mit dem Bonner Münster und der Bonner Komturei die Erinnerung an seine Studienzeit, in der er erste Kontakte mit den Damen und Rittern im Haus der K.D.St.V. Bavaria gehabt habe. 

Dank der Komturei 

Im Namen der Komturei Sankt Martin dankte der Leitende Komtur Cfr. Norbert Erlinghagen für die warmherzigen Glückwünsche und besonders für die ordensgeschwisterliche Nähe und Zuneigung, die der Komturei gerade in dem für sie besonders schmerzlichen Jubiläumsjahr zuteilgeworden sei, in dem es hieß, Abschied von vier Ordensbrüdern zu nehmen – insbesondere von Prior Pfr. Max Offermann und dem ehemaligen Prior Msgr. Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider.  

In Beantwortung der Frage, ob denn 50 Jahre angesichts der Kirchen- und Ordensgeschichte überhaupt schon ein Anlass für ein Fest seien, verwies Cfr. Erlinghagen auf das in neuem Glanz erstrahlende Mosaik über dem Hochaltar, das Christus in seine Mitte stelle. In diesem Mosaik sei jeder einzelne Stein wichtig und unverzichtbar – jeder an seinem Platz, jeder in seiner besonderen Farbe, jeder mit besonderer Aufgabe. So verhalte es sich auch mit der Komturei und ihren lebenden und verstorbenen Angehörigen als Teil des Ordens in 50 Jahren. Wie er in Jordanien gelernt habe, könne ein Mosaik die Zeiten nur dann überstehen, wenn jeder Stein unmittelbaren und engen Kontakt mit den Steinen um ihn herum habe und sich so die Kraft und Spannung im Ganzen erhalte. Nur durch einen festen Rahmen bleibe dann das ganze Bild bestehen. Er wünsche in diesem Sinne dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem und der Komturei Sankt Martin Bonn Zusammenhalt, Stabilität und zu allem Tun Gottes Segen. 

Aktive Verbundenheit mit dem Heiligen Land 

Die Festfreude hat die Komturei Sankt Martin mit den Menschen im Heiligen Land geteilt, indem sie für die Aufgaben des Patriarchalvikars für die Migrantenseelsorge gesammelt hat. Cfr. Pater Nikodemus Schnabel OSB ist vielen aus der Bonner Komturei persönlich bekannt. Er plant derzeit, für die notleidenden Kinder der Migranten in Jordanien einen Kindergarten zu errichten. Wer aus der Leserschaft ebenfalls für diesen Zweck spenden möchte, richte seine Zuwendung bitte an das Konto: 

OESSH Rheinisch-Westf. Provinz   IBAN: DE23 3706 0193 0029 4302 84 

Verwendungszweck: Jubiläum Komturei Bonn, Kindergarten Jordanien; Spender-Name und vollständige Spender-Anschrift 

Cfr. Norbert Erlinghagen, Leitender Komtur Sankt Martin Bon

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