Aktuelles aus unserem Orden

Bericht der kleinen Pilgerreise der Provinz Rhein Main

Die Reisegruppe am Eingang der Grabeskirche in Jerusalem (c) oessh.net

Die Reisegruppe mit Leiter der Lateinischen Patriarchatsschule Suhail Daibes, (mittig) und Reiseleiter Elias Abu Oksa (rechts) (c) oessh.net

Von links nach rechts: Cfr. Winfried Szkutnik, Martina Szkutnik, Dieter Edelmann, Cfr. Pfarrer Andreas Klee, Bischof William Shomali, Csr. Sylvia Trimborn-Ley mit Pilgermuschel, Cfr. Ingo Ley, Reiseführer Elias Abu Oksa, Csr. Christina Edelmann (c) oessh.net

Aus der OESSH Provinz Rhein-Main hat eine kleine „Erkundungsdelegation“ kürzlich das Heilige Land bereist, um eine Pilgerreise für Herbst 2023 vorzubereiten. Vielfältige neue Eindrücke konnten gewonnen und das Fazit gezogen werden, dass einer Organisation der Pilgerreise 2023, so Gott will, nichts im Wege steht.

Pioniergruppe der Provinz Rhein Main erkundet (Post-COVID-) Israel

Eine Delegation der Provinz Rhein Main bereiste vom 24. bis zum 29. März 2022 das Heilige Land. Sie kundschaftete die Machbarkeit einer für Oktober 2023 geplanten Provinzreise aus. Nach krankheitsbedingt kurzfristigen Ausfällen reisten sieben Mitglieder der Komtureien Pater Maximilian Kolbe Frankfurt und Regina Coeli Speyer/Kaiserslautern in das Heilige Land, um in der (Nach-)COVID-Pandemie-Zeit Israel neu zu erkunden. 

Neben den üblichen Fernreiseaspekten (wie hinreichend lange gültiger Reisepass, Online-Check-In-Fähigkeiten für „Reisen ohne Visum“, Erkennen der frostigen Temperaturen am Reiseziel und Einpacken von Winterkleidung), bewältigten wir gemeinsam insbesondere digitale Herausforderungen in englischer Sprache als Vorbereitung unserer Pilgerreise: 

  • PCR-COVID-Tests rechtzeitig sowohl in Deutschland, als auch nach Gepäckabholung direkt am Flughafen in Israel durchführen
  • Israelische Online-Einreise- und -Greenpass-Formulare ausfüllen und entsprechend erhaltene Zertifikate mitführen (idealerweise digital)
  • Selbstquarantäne am ersten Aufenthaltsort einhalten, bis Vorliegen des lokalen Test-Ergebnisses. 

Als Orientierung auf dieser Reise dienten uns zahlreiche Aspekte aus den vorangegangenen online Experten-Vorträgen in der Frankfurter Komturei, und zwar vom weltlichen Chief Executive Officer des Lateinischen Patriarchats, Sami el-Yousef, und dem Patriarchalvikar für die Migranten und Asylsuchenden sowie Migrantenseelsorge des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Pater Nikodemus Schnabel. 

Unsere reiselustige KIeingruppe besuchte in insgesamt nur sechs Tagen u.a. den See Genezareth (z.B. Tabgha, Migdal/Duc in Altum, Berg der Seligpreisungen, Primatskapelle, Brotvermehrungskirche), Jericho, die judäische Wüste (z.B. Wadi Qelt mit Blick auf das Georgskloster), Bethlehem, Beit Jala sowie Jerusalem. Überall wurden wir überschwänglich herzlich willkommen geheißen, waren wir doch nach einer COVID-pandemiebedingten Zwangsauszeit an vielen Stellen Pioniere: etwa die erste Gruppenführung für den griechisch-orthodoxen DVHL-Reiseleiter Elias Abu Oksa, die vierte deutsche Gruppe im Pilgerhaus Tabgha und die seit zwei Jahren erste Pilgermuschel-Verleihung im Lateinischen Patriarchat von Jerusalem

Die israelischen Gesundheitsvorschriften sahen Ende März 2022 lediglich noch eine Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden und Transportmitteln vor (wie Flughafen, Linienbusse, Taxis), und mancherorts aufgrund von Privatvorgaben (z.B. Hotel-Öffentlichkeitsbereiche). Keine Abstandsregeln herrschten im Bazar oder in Warteschlangen, wie etwa am Heiligen Grab in Jerusalem oder an der Geburtsgrotte der griechisch-orthodoxen Kirche in Bethlehem. Überwiegend blieb es somit jedem Reisenden in Eigenverantwortung überlassen, wann und wo er seine Mund-Nasen-Abdeckung gerne tragen wollte. 

An allen biblischen Stätten war die katholische Weltkirche im besten Sinne greifbar, etwa augenfällig im Pilgermix an der Taufstelle Jesu, an zahlreich international gesponserten Baustellen diverser Denkmäler oder in der integrations- und friedensstiftenden Arbeit durch katholische Bildungseinrichtungen. Dank des persönlichen langjährigen Engagements der ehemaligen Kindergartenleiterin Csr. Christina Edelmann verschafften wir uns hierzu in Beit Jala in den Palästinensergebieten einen höchstinteressanten und begeisterten Eindruck, wo Schule und Kindergarten insgesamt ca. 1.130 christliche und muslimische Kinder unterrichten.

Reisebegeisterte Pilgergruppen aus der ganzen Welt waren uns deutschen Katholiken an allen besuchten Orten zahlenmäßig überlegen, u.a. aus USA, Mexiko, Südamerika, Spanien und Italien. Allerdings erlebten wir die heiligen Stätten überwiegend noch gering und eher von Einzelreisenden besucht. Mancherorts führte das zu teilweise unvorhersehbar reduzierten Öffnungszeiten, was die Ablauforganisation täglich neu herausforderte. 

Als krönenden Abschluss feierten wir am Abreisetag einen einmalig exklusiven Gottesdienst in der Grabeskirche auf Golgotha, fern jeglichen Touristenstroms.


Unser Fazit: Wir ermuntern unsere Ordensfamilie, unsere katholischen Brüder und Schwestern im Heiligen Land bald auch wieder selbst persönlich zu besuchen. Einer Provinzreise im Oktober 2023 steht aus heutiger Sicht nichts im Wege. 

Redaktion: Csr. Sylvia Trimborn-Ley & Cfr. Ingo Ley / 3.4.2022
Fotos: Lateinisches Patriarchat, Elias Abu Oksa

 

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