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Zur Geschichte der Deutschen Statthalterei

Das Ordensstatut, unter Pius XI. am 19. März 1932 in Kraft gesetzt, sah unter anderem die Gründung von „Statthalterschaften“ vor. Die Bestrebungen der Ritter vom Heiligen Grab, in Deutschland einen engeren Zusammenschluss zu erreichen, wurden erst nach dem 1. Weltkrieg deutlich. Während einer vom Deutschen Verein vom Hl. Lande 1925 organisierten Pilgerfahrt ins Hl. Land wurden 25 Herren und einige Damen in den Orden aufgenommen. Infolge dessen lag der Gedanke eines korporativen Zusammenschlusses der deutschen Ritter vom Hl. Grab nahe. 

Im Sommer 1932 wurde der Vizepräsident des Deutschen Vereins vom Hl. Lande, Franz Joseph Fürst zu Salm-Reifferscheidt-Dyk, investiert am 29. Mai 1924 in Rom, zum Statthalter der im Entstehen begriffenen deutschen Ordensprovinz ernannt. Am 8. Dezember 1933 wurden die in Deutschland registrierten Ordensmitglieder zur konstituierenden Gründungsversammlung und ersten Kapitelsitzung nach Köln eingeladen. Die deutsche Ordensprovinz zählte damals rund 130 Mitglieder. Zur Gründungsfeier hatten sich vier Ordensdamen und 32 Ritter (darunter elf Geistliche) versammelt. Sitz der Ordensprovinz wurde Köln, die Zentrale der ‚Palästinamission’ der deutschen Katholiken. Als Ordenskirche wurde St. Andreas gewählt. Hier liegt Albertus Magnus begraben. 

Das Presseecho über die Neugründung war gut. Die Zahl der Neuaufnahmen bis 1939 blieb sehr gering; das Tragen von Insignien des Ordens war seit 1936 verboten. Bilder belegen allerdings, dass bei besonderen kirchlichen Anlässen Ordensmäntel getragen wurden. Erste Treffen nach Ende des zweiten Weltkrieges sind 1946 dokumentiert. Am 1. Januar 1949 zählte der Orden in Deutschland 63 Mitglieder. 

Nach Erlass und Verkündigung des neuen Ordenstatus durch Papst Pius XII. 1949, wurde Franz Joseph Fürst und Altgraf zu Salm-Reifferscheidt-Dyk wieder zum Statthalter und der Erzbischof von Paderborn, Dr. Lorenz Jäger zum Großprior ernannt. So konstituierte sich die Ordensgemeinschaft in Deutschland 1950 neu, jetzt unter dem Namen ‚Deutsche Statthalterei’. 

Heute ist sie in sechs Ordensprovinzen und 38 Komtureien organisiert und zählt insgesamt rund 1.400 Mitglieder. Sitz der Deutschen Statthalterei des Ordens ist Köln, die Ordenskirche St. Andreas in Köln. 

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