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Für das Heilige Land sorgen. Den Glauben bekennen. Gesellschaft und Kirche dienen.

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist ein päpstlicher Laienorden – auch mit geistlichen Mitgliedern. Entstanden aus einer spätmittelalterlichen Pilgerbewegung übernimmt diese  Gemeinschaft katholischer Damen (Ordensdamen) und Herren (Rittern) seit 150 Jahren als päpstliche Institution unter der Leitung eines Kardinal-Großmeisters besondere Aufgaben im Heiligen Land (mit Schwerpunkt in Israel, Jordanien und Palästina):

30.000 Mitglieder in der Welt, davon 1.400 in Deutschland sorgen durch Gebet, Pilgerfahrten und Opfer 

  • für die Sicherung der religiösen Heimat der Christen, vor allem im Lateinischen Patriarchat von Jerusalem: Wir tragen bei zur Finanzierung seiner ca. 60 Pfarreien und Einrichtungen; 
  • für die Sicherung einer guten Zukunft der Christen in ihrer Heimat – auch im Zusammenleben mit ihren muslimischen und jüdischen Nachbarn: Wir unterstützen Erziehung, Bildung und Ausbildung in Kindergärten, Schulen (u.a. 42 Patriarchatschulen mit 18.000 Schülern) und Universitäten;
  • für die Sicherung eines menschenwürdigen Lebens: Wir leisten soziale Hilfe für Krankenhäuser, Altenheime und für Menschen in Not, in jüngerer Zeit vor allem auch für die zahllosen Flüchtlinge der Auseinandersetzungen in der Region und für die vielen Migranten in Israel.

Der Gesamtbeitrag aus der Deutschen Statthalterei betrug im Jahre 2014 ca. 1,7 Millionen Euro.

Unseren Glauben bekennen wir öffentlich durch Gottesdienste (Investituren), bei denen die Ordensmitglieder ihre Mäntel mit dem roten Jerusalemkreuz tragen.

Gesellschaft und Kirche dienen wir in Deutschland, jeder an seinem Platz, in den 38 lokalen Gruppen (Komtureien) und sechs Provinzen.

Politische Ziele verfolgt der Orden nicht.

Die Ordensmitglieder finanzieren ihre Aufgaben durch Jahresbeiträge und Spenden: Der Jahresabschluss berichtet detailliert über die Verwendung aller Spendengelder. Er wird in der Ordenspresse publiziert.

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Brief des Heiligen Vaters an die Christen im Nahen Osten

Liebe Brüder und Schwestern,

»Gepriesen sei der Gott und Vater Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater des Erbarmens und der Gott allen Trostes. Er tröstet uns in all unserer Not, damit auch wir die Kraft haben, alle zu trösten, die in Not sind, durch den Trost, mit dem auch wir von Gott getröstet werden« (2 Kor 1,3-4).

Diese Worte des Apostels Paulus sind mir in den Sinn gekommen, als ich daran dachte, an Euch, liebe christliche Brüder und Schwestern im Nahen Osten, zu schreiben. Ich tue es anlässlich des nahen Weihnachtsfestes, weil ich weiß, dass für viele von Euch die Klänge der Weihnachtslieder sich mit Tränen und Seufzern mischen werden. Und doch ist die Geburt des Sohnes Gottes in unserem menschlichen Fleisch ein unsagbares Geheimnis des Trostes: »Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten« (Tit 2,11).

Leider fehlte es auch in der jüngsten Vergangenheit nicht an Trübsal und Bedrängnis im Nahen Osten. Diese haben sich in den letzten Monaten verschärft aufgrund der Konflikte, die die Region peinigen, vor allem aber durch das Wirken einer ganz neuen und besorgniserregenden terroristischen Organisation von bisher unvorstellbaren Ausmaßen, die alle Art von Gesetzwidrigkeiten begeht und menschenunwürdige Praktiken anwendet. Ganz besonders hat sie einige von Euch heimgesucht: Auf brutale Weise wurden sie aus ihrem Land vertrieben, in dem die Christen seit apostolischer Zeit heimisch sind.

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Geistliches Leitwort für das Jahr 2015

„Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt.“ (Gal 3,27)

Wie in den vergangenen Jahren sind die Ordensmitglieder eingeladen, sich mit einem biblischen Leitwort in besonderer Weise auseinanderzusetzen. Die Kommission für Spiritualität hat für das Jahr 2015 ein Zitat aus dem Galaterbrief des Apostels Paulus gewählt: „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt.“ Den Komtureien wird empfohlen, dieses biblische Leitwort in das geistliche Programm der Ordensgemeinschaft mit aufzunehmen. Cfr. Msgr. Guido Assmann aus Neuss hat die Auslegung des Leitwortes 2015 vorgenommen.

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