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Auf den Spuren Jesu von Nazareth

Cfr. Winfried Engel

Am frühen Morgen des 24. September 2013 machten sich 34 Personen der Pilgergruppe unserer Ordensprovinz Rhein-Main auf den Weg ins Heilige Land. Von Tel Aviv ging es nach Nazareth. In einer kleinen Abendrunde, gestaltet vom geistlichen Begleiter unserer Reise, Provinzprior Cfr. Msgr. Prof. Dr. Christoph Müller, dankten wir für die gute Anreise und ließen uns auf den nächsten Tag einstimmen.

Nazareth stand auf dem Programm: Gabrielskirche, Gang durch die Altstadt, ehemalige Synagoge, Verkündigungskirche und Josefskirche. Begleitet von unserem Reiseleiter Gideon Yairi und an den jeweiligen Orten eingestimmt durch unseren Cfr. Müller erlebten wir die Orte jahrhundertealter christlicher Verehrung. Auf dem Berg Tabor feierten wir in der Kirche der Verklärung Christi die Eucharistie. Die zu den Orten passenden biblischen Texte machten jede Station zu einer meditativen Begegnung. Am Abend erreichten wir Ein Gev Holiday Village, direkt am Ostufer des Sees Genezareth gelegen. Der See lockte uns zu einem kurzen Bad. Der Donnerstag war wieder ein Tag eindrucksvoller Begegnungen: mit dem See Genezareth bei der Überfahrt nach Kafarnaum, mit dem Berg der Seligpreisungen, wo wir wieder Eucharistie feierten, mit der Primatskapelle bei Tabgha, mit den Jordanquellen in Banias und mit den Golanhöhen.

Der Freitag begann mit einer Eucharistiefeier in Tabgha, direkt am Ufer des Sees. Dann folgte der Besuch der Brotvermehrungskirche, bevor wir uns auf den Weg nach Jerusalem machten. Unterwegs besuchten wir die Patenpfarrei unserer Ordensprovinz, Zababdeh. Pfarrer Nidal Qanzouà hieß uns herzlich willkommen. Nach einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche zeigte er uns die zur Pfarrei gehörige Schule. Beindruckt von dem Gesehenen und mit neuer Motivation für unsere Patenschaft setzten wir die Fahrt durch Samaria und die Berge des Westjordanlandes nach Jerusalem fort. Rechtzeitig vor Beginn des Kandidatenempfangs erreichten wir unser Quartier, das Griechisch-Katholische Patriarchat. Für unsere drei Kandidaten begann der aufregendste Teil der Pilgerreise, die Investiturfeier. 

Am Sonntag nach dem Dankgottesdienst besuchten wir noch einige wichtige Orte in Jerusalem: Klagemauer, Dormitio-Abtei, Abendmahlssaal, Ölberg, die Kirche Dominus Flevit, den Garten Gethsemane, die Kirche der Nationen. Dann ging es zur letzten Station unserer Reise, nach Bethlehem. Empfangen wurden wir hinter dem Checkpoint von Faten Mukarker, die uns bis zum Dienstag begleitete. Sie kam mit ihren Eltern, die griechisch-orthodoxe Christen waren,  als Baby nach Köln und hat dort  bis zum 18. Lebensjahr gelebt. Dann musste sie zurück nach Bethlehem, um dort verheiratet zu werden. Am Sonntagabend hörten wir als Gäste in ihrem Haus ihre Lebensgeschichte und erfuhren viel über die Lebensbedingungen der Christen hinter der Mauer. Eine ganz andere Perspektive und eine wichtige Ergänzung der Erfahrungen der letzten Tage

Am Montag besuchten wir Herodeion, die Hirtenfelder und die Geburtskirche. Wieder ein Tag voll tiefer Eindrücke. Über Abu Gosh, wo wir die Eucharistie feierten und allen Grund zum Dank hatten für eine eindrucksvolle Pilgerreise, ging es nach Tel Aviv. Bereichert um drei neue Ordensmitglieder und voller Bilder aus dem Land, in dem alles angefangen hatte, erreichten wir wieder die Heimat. 

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