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PRESSEMITTEILUNG: Patriarch investiert 25 neue Ordensmitglieder aus Deutschland

S.S. Msgr. Fuad Twal, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, nimmt am 28. September 2013 acht Damen, fünf Priester und zwölf Herren aus Deutschland in den Päpstlichen Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem OESSH auf. Twal ist als Patriarch-Großprior der zweithöchste Würdenträger dieses vom Papst 1868 errichteten Ordens.  

400 Ordensmitglieder und Kandidaten kommen mit ihren Angehörigen unter der Leitung des Deutschen Statthalters, S.E. Dr. Heinrich, in acht Pilgergruppen nach Jerusalem. Die Deutsche Statthalterei zählt 1.400 Mitglieder, darunter 17 Prozent Damen und zwölf Prozent Priester.  

Der Ritterorden begleitet die Christen im Heiligen Land durch das Gebet seiner weltweit 28.000 Mitglieder und unterstützt die Arbeit des Lateinischen Patriarchats durch Spenden.   In Erfüllung des besonderen Auftrags des Papstes unterstützt der Orden  zahlreiche religiöse, wohltätige, soziale und kulturelle Tätigkeiten im Heiligen Land:

Engagement für das Heilige Land

Die Schulen

Das Lateinische Patriarchat unterhält in Israel, Palästina und Jordanien 41 Schulen, zumeist mit einem Kindergarten.

SchulenSchülerChristenMuslime
Jerusalem & Palästina115.82244 %56%
Israel52.49872 %28 %
Jordanien2510.61367%33 %
Gesamt 4118.933

Die deutsche Statthalterei hat im vergangenen Jahr eine Initiative gestartet, um christlichen Schülern im Heiligen Land das Schulgeld zu ermäßigen, die zumeist aus großen Familien mit geringem Einkommen stammen. Dafür wurden ca. 180.000 € gesammelt und an das Lateinische Patriarchat zur Verteilung weitergeleitet.

Der Sozialfonds  

Die deutsche Statthalterei hat vor 18 Jahren einen Sozialfonds für humanitäre Zwecke gegründet, der dem Lat. Patriarchen in Jerusalem zur Verfügung steht. Im Jahr 2012 wurden in den Fonds über 400.000 € eingezahlt, die vom Patriarchat verteilt werden für

  • die Überwindung plötzlicher finanzieller Notlagen,
  • die Hilfestellung bei medizinischen Behandlungen,
  • die Kostenübernahme für Medikamente,
  • die Übernahme von Kosten bei stationären Behandlungen,
  • die Hilfe in medizinischen Notfällen,
  • die Entlastung von vorübergehenden Wohnungskosten.

Partnerschaften mit Pfarreien im Heiligen Land

 Durch die seit 2009 bestehenden Patenschaften unserer sechs deutschen Ordensprovinzen mit sechs Pfarreien in Palästina und sechs Pfarreien in Jordanien vermitteln wir den Christen im Heiligen Land, dass sie nicht allein gelassen sind mit ihren schwierigen Lebensbedingungen. Die Ordensmitglieder besuchen auf ihren Pilgerreisen in das Heilige Land regelmäßig die Pfarreien. Zu den Partnergemeinden gehören die Pfarreien von Beit Jala, Beit Sahour, Ramallah, Aboud, Bir Zeit und Zababdeh.   

Unterstützung von Sozialeinrichtungen  

Seit vielen Jahren werden auch karitative Einrichtungen im Heiligen Land von den Ordensangehörigen aus Deutschland unterstützt. Insgesamt sind dafür in 2012 rund 240.000 € in Deutschland gesammelt und über das Lateinische Patriarchat an etwa 12 soziale Einrichtungen, darunter das Caritas Baby Hospital Bethlehem, das Altenheim Abu Dis, ein Hospiz in Nazareth geschickt worden. Ein besonderes Projekt ist die Unterstützung des St. Louis Hospitals in Jerusalem auf seinem Weg zu einem Hospiz für Juden, Muslime und Christen mit über 130.000 € in 2012, das die Statthalterei weiter unterstützen wird.

PRESSEMITTEILUNG des Lateinischen Patriarchats

Im Rahmen einer Pressekonferenz, die am Freitag, den 27. September 2013 stattgefunden hatte, erklärten der Lateinische Patriarch, Seine Seligkeit Erzbischof Fouad Twal, und seine Exzellenz Dr. Heinrich Dickmann das Band, das die Deutsche Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und das Lateinische Patriarchat insbesondere durch Sozial- und Bildungsprojekte verbindet. Diese Konferenz eröffnete ein historisches Wochenende für die Statthalterei von Deutschland im Heiligen Land, das eine Gruppe von 400 Pilgern, darunter 250 Damen und Ritter des OESSH ankommen sieht. Bei dieser Gelegenheit werden 25 neue Mitglieder des OESSH investiert werden.

Am heutigen Samstag, den 28. September wird der Patriarch von Jerusalem 25 neue Mitglieder des OESSH (8 Frauen, 12 Männer und 5 Priester) investieren. An die Journalisten und ganz besonders an S.E. Dr. Dickmann gewandt, erinnerte Erzbischof Fouad Twal nach der Konsulta, die in der vergangenen Woche in Rom stattgefunden hatte, an die Ziele des Ordens: “Die Heiligung seiner Mitglieder, eine stärkere Beteiligung seiner Mitglieder an der Seelsorge und dem Leben ihrer Ortskirchen und mehr Interesse und Sorge um das Lateinische Patriarchat und seine Bedürfnisse”. Bei der Pilgerreise der Ritter und Damen ins Heilige Land (moralische Verpflichtung des Ordens) erhalten sie vom Lateinischen Patriarchen von Jerusalem die Pilgermuschel. Heute werden 92 deutsche Mitglieder ihre Pilgermuschel erhalten. Dies stellt die größte Anzahl von Muscheln, die bisher übergeben wurden, dar.

Die Statthalterei Deutschland, die seit 80 Jahren besteht, und für ihre Großzügigkeit bekannt ist, hat 1400 Mitglieder ( 17 % davon sind Frauen und 12 % davon sind Priester). Statthalter Heinrich Dickmann drückte seine Zufriedenheit darüber aus, dass das Durchschnittsalter von 49 Jahren abnimmt. Beweis für die Dynamik und Bedeutung der jüngeren Mitglieder, die neuen Wind und “neue Perspektiven” einbringen.

Engagement für das Heilige Land

“Seit Ende des 19. Jahrhunderts, hat der Orden den Bau von 44 Patriarchatsschulen in Israel, Palästina und Jordanien finanziert, mit der Verpflichtung für die Finanzierung der laufenden Kosten aufzukommen”, bestätigte der Patriarch. Wir weisen darauf hin, dass sich diese Verpflichtung auf 22.000 Schüler bezieht. Der Patriarch betonte auch, dass die 68 Pfarrgemeinden des Patriarchats durch den Orden “dank der Großzügigkeit seiner Mitglieder” unterstützt werden.

Erzbischof Fouad Twal drückte seine Anerkennung über den Beitrag der deutschen Statthalterei bezüglich all der Bedürfnisse des Patriarchats, insbesondere des Priesterseminars in Beit Jala, aber auch bezüglich aller medizinischen, humanitären und sozialen Bedürfnisse (vor allem im Gaza-Streifen) oder der Bedürfnisse im Bildungsbereich (Stipendien, Instandhaltung von Schulgebäuden) aus…Es handelt sich aber auch um eine Unterstützung innerhalb der pastoralen Arbeit im Erzbistum: Sommerlager, Pfadfinderaktivitäten, Katechismus. Beachtenswert ist auch die deutsche Beteiligung an Restaurierungsarbeiten und den Neubauten in der Diözese: die Kirche von Madaba (Jordanien), ein neuer Trakt der Schule in Rameh und der Universität von Bethlehem, die Kirche und ein Jugendhaus in Rafidia, die Schule und der Spielplatz in Bir Zeit. Nicht zu vergessen sind auch die Patenschaften der Komtureien in Deutschland mit sechs lokalen Pfarreien: Beit Jala, Beit Sahour, Aboud, Ramallah, Birzeit und Zababdeh.

Christophe Lafontaine

Übersetzung aus dem Italienischen: Barbara Frua

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