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15.02.2019 16:46

Große Teilnahme beim Stabwechsel in der Deutschen Statthalterei

Mehr als 100 Teilnehmer beim Gottesdienst in St. Andreas in Köln

Auf große Resonanz stieß die Einladung zum Gottesdienst in St. Andreas, der Ordenskirche der Deutschen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, am 9. Februar 2019. Anlass für diesen Gottesdienst war zum einen der Wechsel an der Spitze der Deutschen Statthalterei: Vom bisherigen Statthalter, Cfr. Dr. Detlef Brümmer aus Düsseldorf, der diese Aufgabe seit Anfang 2015 wahrgenommen hat, auf Cfr. Dr. Michael Schnieders aus Münster, den bisherigen Präsidenten der Ordensprovinz Rheinland-Westfalen des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Zum anderen galt er auch dem Amtsantritt von Cfr. Michael Fischer aus Düsseldorf, der mit diesem Tag das Amt des Provinzpräsidenten Rheinland-Westfalen übernahm.

Vor Beginn des Gottesdienstes in der gut gefüllten Ordenskirche begrüßte Cfr. Dr. Michael Schnieders als Statthalter die Teilnehmer des Gottesdienstes, die sich aus ganz Deutschland auf den Weg nach Köln begeben hatten. Er dankte allen für ihre Anreise, um auf diese Weise bei diesem „doppelten Stabwechsel“ dabei zu sein und mitzubeten. Sodann dankte er seinem Vorgänger, Cfr. Dr. Detlef Brümmer, für einen außergewöhnlichen und engagierten Einsatz für die Ordensgemeinschaft und die Ziele des Ordens. Er betonte, dass die Ordensgemeinschaft ein ganz besonderes Charisma besitze. Dieses, vor allem aber auch die tatkräftige Arbeit insbesondere von Cfr. Dr. Detlef Brümmer für die Christen im Heiligen Land seien nun „Anspruch und Verpflichtung“ für die ganze Statthalterei sowie für ihn persönlich, auf diesem Weg weiterzugehen. Abschließend wünschte er Cfr. Michael Fischer, seinem Nachfolger als Präsident der Provinz Rheinland-Westfalen, für sein neues Amt alles Gute und sagte ihm seine Unterstützung zu.

Cfr. Pater Christoph Wekenborg, Rektor der Dominikanerkirche St. Andreas und Pfarrvikar der Pfarrei St. Aposteln, zu der die Andreaskirche gehört, Oberer der Dominikaner an St. Andreas, begrüßte die Gottesdienstteilnehmer. Er erinnerte an die besondere Bedeutung der Andreaskirche für die Deutsche Statthalterei, namentlich im Zusammenhang mit ihrer Gründung 1933. Der heutige Stabwechsel, so Cfr. Wekenborg, sei „eine weitere Wegmarke“ für den Orden. Daher sei es richtig, sich „am Altar zu versammeln, um dort für den Weg, den wir bereits gegangen sind, zu danken und um für den vor uns liegenden Weg zu bitten.“

Dem Gottesdienst stand Cfr. Ralf Freyaldenhoven (Geistlicher Zeremoniar der Ordensprovinz Rheinland-Westfalen) vor. Nach der Lesung, die von der Vorsitzenden der Heilig-Land-Kommission, Csr. Cornelia Kimberger, vorgetragen wurde und dem Evangelium, verkündet vom konzelebrierenden Cfr. Domkapitular Stadtdechant Msgr. Propst Jürgen Schmidt (Essen), folgte die Predigt von Cfr. Freyaldenhoven. Unter Bezug auf das Tagesevangelium, in dem die Ermüdung der Apostel nach ihren ersten Missionsreisen und die einfühlsame Reaktion Jesu Christi geschildert wird, räumte er ein, wie anstrengend es sein könne, für das Reich Gottes einzutreten: „Das ist keine Geschichte aus ferner Zeit. Es ist uns nicht fremd. Daran hat sich in 2000 Jahren nichts geändert. Das ist auch unsere Erfahrung. Auch wir plagen uns mitunter ab, wo wir stehen im Einsatz für unseren Glauben, für die Kirche und in der Ordensgemeinschaft“. In der Gemeinschaft mit Gott sei aber „jeder Tag eine Chance, neue Wege aufzuzeigen, Menschen zu gewinnen, Wunden zu heilen“. An den bisherigen Statthalter, Cfr. Dr. Detlef Brümmer gewandt, dankte er für seine „engagierte und aufopferungsvolle Arbeit.“ „Lebenszeit, die für andere eingesetzt werde“, so betonte er anerkennend, „gehe auch im Himmel auf die Payback-Karte“. Dem neuen Statthalter, Cfr. Dr. Michael Schnieders, wünschte er „Kraft und Segen sowie viel Freude mit diesem neuen zeitraubenden Amt“. Cfr. Fischer wünschte er für seine neue Aufgabe als Provinzpräsident Gottes Segen und unterstrich: „Wir stehen an Ihrer Seite!“.

Allen Mitgliedern des Ordens gab er abschließend drei Sätze mit auf den Weg. Anknüpfend an den verstorbenen Bischof von Aachen, Bischof Klaus Hemmerle, unterstrich er: „Die Menschen sind nicht, wie sie sind, sondern wie sie geliebt sind“. Weiter erinnerte er an den Titel eines Buchs von Prof. Zulehner: „Helft den Menschen leben!“. Und drittens wies er auf Franz von Sales hin, der wusste: „Mit einem Tropfen Honig fängt man mehr Fliegen als mit einem ganzen Fass Essig“.

Die Fürbitten, vorgetragen von der bisherigen Kanzlerin, Csr. Ricarda Schulze Dieckhoff, griffen die Ordensziele bzw. die Sorgen und Nöte der Menschen im Heiligen Land auf. Gebetet wurde für die Staatsoberhäupter der Welt, die Kirche, die Ordensgemeinschaft sowie für die Menschen, die wegen ihres Glauben oder ihrer Überzeugungen verfolgt werden. Die Fürbitten endeten mit einem besonderen Gebet für Cfr. Pater Ottfried Reuter aus dem Franziskanerorden, der am 7. Februar 2019 verstorben ist.

Die Kollekte wurde zu Gunsten des Kirchenneubaus in Al Jubeiha gehalten. 

Zum Ende des Gottesdienstes, der vom neuen Statthalter als Kantor mitgestaltet wurde, wandte sich Cfr. Dr. Brümmer an die anwesenden Ordensmitglieder. Er bedankte sich für die gute und unermüdliche Unterstützung, die er von der Ordensgemeinschaft in den vergangenen Jahren erfahren durfte: „Es waren gute und glückliche Jahre“, schloss er seinen Dank. 

 

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