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03.11.2017 18:55

Festabend Unsere Liebe Frau, Königin von Palästina der Komturei Nürnberg

Aus Anlass seines feierlichen Einzuges in die Grabeskirche am 15. Juli 1920 und der Weihe der Diözese an Maria, rief Patriarch Luigi Barlassina (1920-1947) sie zum ersten Mal unter dem Namen „Königin von Palästina“ an. Die ganz besondere Verbindung zwischen Unserer Lieben Frau, Königin von Palästina und dem Ritterorden vom Heiligen Grab geht auf das Pontifikat des Heiligen Johannes Paul II. zurück. 1983, also 50 Jahre nach der Einführung dieses Festes, ermahnte der heilige Johannes Paul II. die Ritter und Damen der Statthaltereien Nord- und Zentral-Italiens, Zeugen Christi im Alltagsleben zu sein und das Werk des Ordens im Heiligen Land unter dem Schutz Unserer Lieben Frau fortzusetzen.

Zehn Jahre später bat der Kardinal-Großmeister des Ordens Giuseppe Caprio 1993 den heiligen Johannes Paul II., Unsere Liebe Frau, Königin von Palästina zur Schutzpatronin des Ordens zu erheben. Der Heilige Vater antwortete am 21. Januar 1994 durch ein Dekret, in dem er gewährte, worum der Kardinal gebeten hatte.

Am 24. Oktober 2017 (dem Datum dieses Festes im liturgischen Kalender des Lateinischen Patriarchates) hat die Komturei Caritas-Pirckheimer Nürnberg das Fest Unserer Lieben Frau, Königin von Palästina in einem würdigen Rahmen in der Kirche St. Klara begangen. Viele Komtureimitglieder und Gäste folgten dem Aufruf das Fest gemeinsam zu begehen. Abgerundet und geehrt wurde die Feier durch die Anwesenheit des Präsidenten der Ordensprovinz Bayern Herrn Confrater Folker Müller. 

Nach einer kurzen Einführung durch den Leitenden Komtur Dr. Gerhard Lugert, eröffnete Prior Matthias Untraut den Festabend mit einem geistigen Impuls, welchem im Laufe des Abends ein Rosenkranz und Fürbitten folgen sollten. Anschließend genossen die anwesenden Mitglieder und Gäste ein wunderbares a-cappella Konzert. 

Der Palästrina Chor Nürnberg, dem auch ein Confrater angehört, wurde 1977 gegründet und besteht überwiegend aus Laiensängern. In seiner langjährigen Geschichte hat sich der Chor in diversen Ländern einen Namen gemacht. Viele Konzertreisen führten den Chor in die verschiedensten Länder. Fernseh- und Rundfunkaufnahmen, sowie viele verschiedene Auszeichnungen und Preise bestätigen den Chor in seiner Einzigartigkeit immer wieder aufs Neue und begeistern seine Zuhörer regelmäßig. Geleitet wird der Chor durch seinen Gründer Rolf Gröschel.

Herr Gröschel hat am Meistersinger Konservatorium in Nürnberg studiert und war Regionalkantor der Erzdiözese Bamberg und Lehrbeauftragter für Orgel und Stimmbildung an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist zudem Begründer, Organisator und künstlerischer Leiter der seit 40 Jahren stattfindenden renommierten Nürnberger Kirchenmusiktage und des kirchenmusikalischen Jahresprogramms der katholischen Stadtkirche Nürnberg. Im Oktober 2007 überreichte Erzbischof Ludwig Schick Herrn Gröschel die Ernennungsurkunde als Ritter des Silvesterordens für seine langjährigen Verdienste um die Kirchenmusik.

Das Programm war sowohl eine Hommage an das 500-jährige Reformationsjubiläum, als auch eine Würdigung des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und dessen viele Jahrhunderte langer Historie und Tradition. Die Lieder waren eine Zeitreise durch die Epochen. Eröffnet wurde das Konzert mit Liedern aus der Zeit der Reformation wie dem „Cantate Domino“ von Claudio Monteverdi, führte über die Zeit des Barock mit Liedern wie dem „Ave Maria“ von Grzegorz Gerwazy Gorczycki, weiter zur Romantik und dem Realismus mit dem achtstimmig gesungenen Psalm 91 „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und endete in der Postmoderne mit dem Lied „Totus tuus o Maria“ von Hermann Kronsteiner. Dies war auch der Wahlspruch des heiligen Johannes Paul II.

Im Anschluss an das Konzert endete der Festabend mit einem kleinen Empfang für Gäste und Mitglieder im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg. Die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und lebhafter Diskussion wurde rege genutzt, so dass der gelungene Festabend einen würdigen Abschluss fand.

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