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05.07.2017 14:43

Die Deutsche Statthalterei trauert um Kardinal Meisner

Kardinal Meisner (Quelle: Erzbistum Köln)

Die Deutsche Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem trauert um Kardinal Joachim Meisner, emeritierter Erzbischof von Köln. Er starb am 5. Juli im Alter von 83 Jahren während seines Urlaubs in Bad Füssing. Kardinal Meisner war von 1989 bis 2014 Erzbischof des Erzbistums Köln. 

Seit 1990 war Meisner Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Er wurde 1990 im Rahmen einer Investitur im Dom zu Köln in den Orden aufgenommen. 

Der Statthalter der Deutschen Statthalterei, Dr. Detlef Brümmer, erinnert an die enge Verbindung von Kardinal Meisner mit dem Heiligen Land und seinen engagierten Einsatz für die Christen im Heiligen Land. „Nicht nur als Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, sondern auch als langjähriger Präsident und 1. Vorsitzender des Deutschen Vereins vom Heiligen Land hat Kardinal Meisner sich bleibende Verdienste erworben“ betonte Dr. Brümmer. „Mit seiner Arbeit hat er einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der christlichen Stätten und lebendiger christlicher Gemeinden im Heiligen Land geleistet. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren“, erkärte Dr. Brümmer am 5. Mai in Düsseldorf.  

Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Großprior der Deutschen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem betonte, dass die deutschen Bischöfe zutiefst dankbar für seinen vielfältigen und engagierten Einsatz sind. Persönlich erklärte er, dass ihn seine Leidenschaft für die Botschaft Christi einzutreten, immer inspiriert hat.

Von 1989 bis 2014 war Meisner Erzbischof von Köln, dem größten deutschen Bistum. Am 28. Februar 2014 nahm Papst Franziskus sein Rücktrittsgesuch an. Meisner hatte selbst ausdrücklich aus Alters- und Gesundheitsgründen darum gebeten.

Meisner wurde am 25. Dezember 1933 im schlesischen Lissa bei Breslau geboren und siedelte im Kindesalter mit seinen drei Brüdern und seiner Mutter nach Thüringen über. Nach einer Lehre als Bankkaufmann in Körner trat er 1951 in das Spätberufenenseminar Norbertuswerk bei Magdeburg ein. Er holte dort das Abitur nach und studierte von 1959 bis 1962 katholische Theologie in Erfurt.

1980 berief Papst Johannes Paul II. Meisner auf den Berliner Bischofsstuhl. Von September 1982 bis November 1989 war Meisner Vorsitzender der Berliner Bischofskonferenz (zuständig für die damalige DDR; seit 1980 stellv. Vorsitzender) und bemühte sich in dieser Funktion um die Eigenständigkeit der Kirche in der Diktatur. Die „Süddeutsche Zeitung“ erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass er nicht mit dem DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker zusammentreffen wollte und auch vor Einmischungen in die Tagespolitik des SED-Staats nicht zurückschreckte.

Im Februar 1983 erhob Papst Johannes Paul II. Meisner zum Kardinal und ernannte ihn im Dezember 1988 zum Kölner Erzbischof. 

Kardinal Meisner erhielt zahlreiche öffentliche Ehrungen, so wurde ihm 1996 die Ehrendoktorwürde der Universität Breslau verliehen und 2005 die der Katholischen Universität Lublin. Meisner war Ehrenbürger der polnischen Stadt Trzebnica und Levoca. Die Tschechische Republik verlieh ihm den Orden des Weißen Löwen III. Klasse. 2003 erhielt er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband.

Anlässlich seiner Verabschiedung 2014 würdigte Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Meisner als "Mann der klaren Worte, der die Botschaft des Evangeliums und die Lehre der Kirche offensiv verkündet". Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ bezeichnete den scheidenden Erzbischof als "einen der einflussreichsten Geistlichen seiner Generation".

Und das Erzbistum Köln schreibt anlässlich des Todes von Kardinal Meisner auf seiner Homepage: "Alle Aufgaben, die ihm im Laufe seines Lebens in der Kirche übertragen wurden, hat sich Joachim Kardinal Meisner mit einer bewundernswerten Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit und einem restlosen Einsatz gewidmet". 

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